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Afrika erleben: Namibia - Von den Dünen bis Etosha


Heute entführt uns unsere hauseigene Social Media-Fachfrau Isis in Afrikas wilden Südwesten, nach Namibia nämlich. 

Kannst du dich für unsere Leser in wenigen Worten kurz vorstellen?

Ich bin Isis und arbeite im Social Media-Team vom Parkvogel

Was gefällt dir besonders am Reisen in Namibia?

Namibia ist so vielfältig und dabei so weit. Die Weite bleibt einem nachhaltig im Gedächtnis. Fast zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland und dabei nur ca. 2,1 Millionen Einwohner. Das Namibia-Erlebnis beginnt übrigens schon bei der Flugreise. Am besten die Nacht durchfliegen und den Sonnenaufgang über der namibischen Weite vom vorher ergatterten Fensterplatz bestaunen.

Was hast du vom Land gesehen?

Ich hatte das Glück, bisher zweimal Namibia bereisen zu dürfen. Einmal im namibischen Sommer und einmal im namibischen Winter. So konnte ich zweimal durch die Dünen wandern und zweimal Tiere im Etosha-Nationalpark beobachten. Das mit den Tierbeobachtungen ist  im namibischen Winter übrigens etwas schwieriger, da die Wasserlöcher weniger frequentiert werden. Den Süden Namibias und den Caprivi-Zipfel konnte ich bisher einmal bereisen. Im Süden befinden sich beispielsweise der Fishriver-Canyon und der Köcherbaumwald wenige Kilometer nordöstlich von Keetmanshoop. Städte wie Lüderitz, Walvis Bay und Skapomund lagen dabei mit auf der Route. Dabei kann der deutsche Einfluss – nicht nur in der Architektur -  zum Teil sehr befremdlich wirken.

Was hat dir am besten gefallen?

Sossusvlei und Dead Vlei. Ganz eindeutig. Die Augen jauchzen. Wir haben vor dem Parkeingang zu den Dünen (darunter auch die berühmte Düne 45 - die angeblich meist fotografierte Düne der Welt) auf dem nahegelegenen Camping Platz übernachtet. Früh morgens - noch im Dunkeln - öffnen sich die Tore und nach ca. 60 Kilometern Fahrt wartet ein Tag in einer fast unbeschreiblichen Welt. Erst erklimmen wir - es ist immer noch dunkel - eine Düne (nicht alle Dünen dürfen übrigens bestiegen werden), um uns den gigantischen Sonnenaufgang und die wunderbare Farbwelt der Dünenlandschaft anzusehen und später geht es ins Dead Vlei, um der Hitze ins Auge zu blicken. Alles sehr unwirklich. Zum einen der Kontrast zwischen der Kühle am Morgen auf der Düne und der unerbittlichen Temperatur am Nachmittag und zum anderen der versteinerte Boden mit den schwarzen Bäumen des Dead Vlei umrandet von roten Dünen.

Aber hmm, eigentlich möchte ich mich da doch nicht festlegen. Giraffen, Elefanten und Antilopen im Etosha-Nationalpark (inklusive Nachtsafari - wirklich unheimlich) und dazu die riesige weißschimmernden Etosha-Salzpfanne, unbeschreiblicher Sternenhimmel in der Geisterschlucht bei Aus, Quad-Fahren am Strand und in den Dünen, oder in den Museen die bewegte, aber auch traurige Historie Namibias nacherleben. Keine Museen haben mich bisher mehr bewegt.

Was möchtest du noch unbedingt sehen?

Die Skelettküste und ein Besuch bei den Himba. Sprich der Nordwesten wartet noch auf mich. Ich freu mich dann schon mal!

Wodurch unterscheidet sich das Reisen in Namibia vom Reisen in anderen Regionen?

Durch die Distanzen von A nach B und der „unwirklichen“ Landschaft – für eine Beschreibung, die der Landschaft gerecht wird, habe ich keine Worte.

Was sollte man auf gar keinen Fall machen, wenn man in Namibia unterwegs ist?

Kein Wasser dabei haben! Man sollte wirklich immer genug Trinkwasser bei sich haben oder im Auto mit sich führen. Bei beispielsweise einer Reifenpanne kann es im schlimmsten Fall ein bis zwei Tage dauern, bis Hilfe kommt oder wenigstens ein anderes Auto den Weg kreuzt. Es kommt natürlich darauf an, auf welcher Route man unterwegs ist. Doch die Sonne ist nicht nur in der Namib unerbittlich. Allerdings muss ich ganz klar noch davon abraten, Leitungswasser zu trinken. Hände weg, liebe Durchschnitts-Europäer.

Was sollte man unbedingt tun, wann man in Namibia unterwegs ist?

Die Weite einatmen und die einheimische Küche probieren. Dazu gehört auch verpacktes Trockenfleisch für unterwegs an der Tankstelle der Wahl! Und ein Picknick in den Dünen, nachdem man den Sonnenaufgang auf einer Düne bewundert hat.

Hast du einen Geheimtipp für Reisebegeisterte? 

Übernachten in der Cabin in der Geisterschlucht in der Nähe von Aus. Weit und breit keine künstliche Lichtquelle und dementsprechend ein Sternenhimmel, der seinesgleichen sucht. Und dann dem Kreuz des Südens beim Aufgehen zuschauen. Unbeschreiblich und unbezahlbar. Und dazu wird natürlich gegrillt!

Was war dein absurdestes Erlebnis in Namibia?

Steckenbleiben im Caprivi-Zipfel, zwischen Okavango-Delta und Zambia. Wenn man aus der Wüste Namibias kommt, ist für einen der Caprivi-Zipfel der Beginn des grünen Afrikas. Es wird langsam „tropisch“ und Schmetterlinge tummeln sich am Straßenrand. Aber wo es grün ist, da ist es auch feucht und schlammig. Als es auch noch anfing stark zu regnen, wurde der Boden immer schwerer und schlammiger. Und prompt fuhr sich unser Auto fest. Nicht weit von uns entfernt ereilte einen LKW-Fahrer dasselbe Schicksal. Er kam mit seiner wirklich großen Machete zu uns rüber, und sagte: Keine Bange. Und fing gekonnt an große Blätter abzuschlagen und sie unter unsere Räder zu bugsieren. Nach nicht mal einer Stunde waren wir wieder frei. Er hingegen nicht. Er meinte, er müsse einfach auf Hilfe warten. Wir könnten da nichts tun. Er hoffe aber, dass ihn spätestens morgen einer aus seiner misslichen  Lage befreien würde. Das war dann auch der Fall, da wir unseren Retter drei Tage später an einer Tankstelle wieder trafen und er uns freudig grüßte.

Würdest du Namibia als Reiseziel empfehlen? Auch für Familien mit Kindern?

Aufgrund der Hitze, gerade im namibischen Sommer, ist es gerade für kleine Kinder kein Reiseland. Die ausgedehnten Strände und die kühle Brise vom Atlantik bieten natürlich Urlaubsflair. Doch ist für mich Namibia ganz klar ein Rundreiseland und bietet Kindern dadurch wahrscheinlich wenig Freude.

Für Abenteuerlustige wird aber viel geboten: Quad-Fahren, Bungy-Jumping und und und…Für mich ist Namibia definitiv ein Traumziel, und ich habe nach meinen Aufenthalten dort schon mit anderen ihre Reise dorthin geplant und den Neid, den ich dabei empfunden habe, kann ich nicht abstreiten.

Wie sieht das mit dem Budget aus? Ist das Reisen in Namibia eher teuer oder eher günstig? Hast du ein Preisbeispiel für uns?

Eine Übernachtung im Mehrbettzimmer im Backpacker in Windhoek, wo fast jeder Namibia-Reisende ankommt, kostet ungefähr 8-10 Euro. Mal günstiger, mal teurer - wie überall auf der Welt.

Entsprach Namibia ungefähr den Erwartungen, die du vorher vom Land hattest?

Man kann sich vorher Bilder anschauen, aber da zu sein, übertrifft alle Erwartungen.

Welche Art der Reise würdest du empfehlen?

Eigenes Auto oder geführte Rundreise. Dazu die gekonnte Mischung aus Übernachtungen im Zelt auf Camping-Plätzen, gerade im Etosha und bei Sesriem empfehlenswert. Dazu ein schönes Backpacker-Hostel in Windhoek und vielleicht auch ab und zu mal ein Hotel machen einem das Reisen und die vielen Kilometer nicht müßig.

Was sollte man unbedingt dabei haben, wenn man nach Namibia reist?

So große und so viele SD-Karten wie möglich. Und am besten eine nette Familie und gute Freunde zu Hause, die bereit sind sich abertausende Bilder anzuschauen!

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