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Aktives, erholsames Kreta – Unternehmungen und Ausspannen rund um Mátala auf Kreta


Mit unserer Parkvogel-Freundin Alex waren wir schon auf Gran Canaria. Diesmal nimmt sie uns mit auf einen Kurzurlaub auf die griechische Traum- und Urlaubsinsel Kreta. Von Düsseldorf aus landet man nach ca. 3 Stunden in Heraklion. Von da aus liegt Mátala, das auserwählte Feriendomizil, mit dem Auto weitere knappe 100 Minuten entfernt.

Bucht in Mátala - Berge direkt am Meer

Mátala – Ein Urlaubsort mit ganz besonderer Geschichte, buntem Flair zwischen Bergen und Meer

Mátala ist ein ehemaliges Hippie-Dorf, dessen Vergangenheit heute noch überall sichtbar ist. Sei es an der bunten Architektur oder den noch heute dort ansässigen Hippies.  Auch wird jedes Jahr im Juni ein Hippie-Festival zelebriert. Früher hat die Hippie-Community unter anderem in den Felsenwohnungen von Mátala gelebt, die heute gegen Entgelt besichtigt werden können.

Dazu geben viele kleine Geschäfte und hie und da mal ein kleiner Platz Mátala sein einzigartiges Flair. Und das Meer rund um Mátala leuchtet durch den fein kieseligen Grund faszinierend türkis.

Blick auf Mátala - Bunte Häuser direkt am Meer

Die Promenade von Mátala erfreut jedes Leckerschmecker- und Schlenderherz. Restaurants und Bars verlaufen direkt am Meer entlang und selbst ganz am Ende stehen einsam an einer kleinen Klippe noch zwei Stühle und ein Tisch (manchmal vom Winde verweht…), um die Aussicht und die unbeschreiblich schöne Abendstimmung zu bewundern.

Zwei Stühle und ein Tisch am Ende der Promenade von Mátala
Impression von der Abendstimmung an der Promenade von Mátala

Die Vierergruppe rund um Alex hat sich für das Hotel Neos, ein kleines, einfaches und preisgünstiges Hotel zehn Minuten fußläufig vom Strand entschieden. Die Lage zwischen Bergen und Meer, und der Pool machen den fehlenden Fernseher und das kleine Bad wett. Aber wen interessiert auf der Trauminsel Kreta schon das Zimmer – zu viel gibt es zu entdecken und zu erleben.

Ab in die Schluchten – Mit dem Jeep Kreta auf eigene Faust erkunden

Da zwei Mitreisende regelmäßig nach Kreta fahren, wurde diesmal auf eine geführte Motorrad- bzw. Jeeptour verzichtet. Wer jedoch ohne Ortskenntnis oder besser gesagt Straßenkenntnis nach Kreta kommt, der sollte zu Beginn eine geführte Tour buchen. Mit einem gemieteten Jeep ging es für unsere Truppe auf eigene Faust in die wilden Schluchten von Kreta.

Ziegen in Schlucht von Südkreta - Mit dem Jeep die Insel erkunden

Von den Zäunen darf man sich dann nicht abschrecken lassen, die halten ‚nur‘ die Ziegen in Schach. Austeigen, öffnen und natürlich nach Durchfahrt wieder fein säuberlich hinter sich schließen. Und ab und zu umzingeln die Zäune auch einen vergessenen Bus. Alex war dennoch etwas mulmig, so mitten im ‚Nirgendwo‘ an Zäunen rüttelnd :-) Aber die Schluchten entschädigen für die etwas strapaziöse Fahrt auf den meist buckligen Schotterpisten.

Verlassener Bus in den Schluchten vom Hinterland von Mátala

Aber unverhofft kommt mal wieder oft. Eine Taverne wie eine Oase in der teilweise unwirklichen Berglandschaft von Kreta.

Wegweiserschild Taverne im Hinterland von Mátala auf Kreta

Die kleine Reisegruppe blieb bei lecker Verköstigung überraschenderweise nicht lange alleine, denn die geführten Motorradtruppen fahren die kleine Taverne bei ihren beispielsweise einwöchigen Offroad-Touren regelmäßig an. Unsere Reisetruppe würde die Taverne leider nie wiederfinden :-)

Außenansicht Taverne im Hinterland von Mátala auf Kreta

Ausflüge – Bergkräuter, Eselauffangstation und Ursprünglichkeit in Sivas

Nach der staubigen Action darf es die nächsten Tage etwas ruhiger zugehen. Auf ins Bergdorf Kouses in den Kräuterladen Botano, um in die einheimische Kräuterwelt von Kreta einzutauchen. Kreta ist eine Kräuterinsel – von 2.000 Pflanzenarten sind 160 Kräuter. Und unbedingt die Tees probieren. Unbedingt! :-) Der mit Absicht kalte Tee erfrischt und so lassen sich noch viel besser die Kräuter und Gewürze für die Daheimgebliebenen aussuchen.

In der Eselauffangstation Agia Marina Donkey Rescue finden alte ‚ausgediente‘ Esel ihr letztes Zuhause. Auf Kreta sind Esel bis heute Nutztiere und die Station versucht ihnen noch ein angemessenes Gnadenbrot zukommen zu lassen. Einige der Esel kommen leider in einem sehr schlechten Zustand in die Auffangstation, doch es wird dort das Beste getan sie wieder für ihren Lebensabend aufzupäppeln. Der Besuch der Station ist kostenfrei, aber die Betreiber freuen sich über eine Spende, die bei deren Engagement auch nur angebracht ist. Die Mitarbeiter erklären liebevoll wie die Esel heißen, und wie sie den Weg auf die Station gefunden haben, denn nicht jeder Arbeitsesel auf Kreta hat solch ein Eselsglück. Ziegen werden dort auch nicht weggeschickt. Schön, dass es so einen Ort gibt. Und auch dieser Neuankömmling wird in wenigen Wochen schon viel besser aussehen....wie sein Mitbewohner mit Hut!

Leider noch ein trauriger Anblick: Abgemagerter Arbeitsesel - Neuankömmling auf der Auffangstation
Aufgepäppelter Esel auf der Auffangstation auf Kreta

Ein Ausflug in den Ort Sivas darf in Südkreta auch nicht auf dem Reiseplan fehlen. Sivas ist Teil des Förderprogramms für erhaltenswerte traditionelle Orte und konnte nicht zuletzt dadurch viel seiner Ursprünglichkeit waren. Die kleine Kirche hat es unserer Reisegruppe besonders angetan. Nicht weit von der Kirche entfernt, entdecken sie zudem einen kleinen Keramikladen, in dem sie die Kräuter um Souvenirs aus Keramik ergänzen.

Kirche in Sivas, Kreta

Entspannen in auf Kreta vor Postkartenidylle und Lokal-Hopping nicht vergessen

Kreta ist eine so vielfältige Insel, dass nach allem Aktivprogramm – sei es auch so erholsam auf seine Weise - am Ende das Aus- und Entspannen nicht fehlen darf. Und die Strände und Promenaden von Kreta bieten dafür die absolut richtige Kulisse. Sonnenuntergänge aus dem „Kitschlehrbuch“ warten nach einem aktiven Tag auf den Kretaurlauber.

Sonnenuntergang über dem Meer in Mátala, Kreta

Lokal-Hopping darf auf Kreta auch nicht fehlen, denn nicht nur was die Kräuterwelt betrifft ist Kreta kulinarisch schon eine Reise wert. Von gebratenen Sardinen bis hin zu ganz frischem Fisch wird dem Reisenden in den unzähligen Tavernen das Leckerste vom Leckersten geboten - und den Raki zur Abrundung gibt es gratis dazu. Alex hat an den Abenden in den unterschiedlichsten Lokalitäten für ihre Gerichte mit allem Zipp und Zapp inklusive Getränke um die 12 Euro bezahlt, nur einmal ist sie bei einem ganz besonderen Fisch mit 18 Euro aus dem Speiserahmen gefallen, aber auch der Preis hat die Reisekasse nicht erschüttert. Bitte noch einen Raki :-)

Schild von Restaurant - Lokaler Fisch gehört auf jeden Urlaubsteller auf Kreta

Und nachdem letzten Raki natürlich noch die andere Seite von Kreta anschauen, und am besten Kreta ganz und gar bereisen. Da sollten wir alle auf Alex hören, denn dieser Kurzurlaub war nicht ihr erster Aufenthalt auf Kreta. Jeder Urlaub – erst recht jeder Kurzurlaub – geht wiedermal zu schnell zu Ende. Auf Wiedersehen Kreta, aber sei gewarnt, die Vier kommen wieder...und wieder!

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