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Highlights Rundreise Neuseeland - Ein Reiseabenteuer über zwei Inseln


Eine unserer Parkvogel-Mitarbeiterinnen ist unlängst nach Neuseeland übergesiedelt und hat schon eine ganze Menge Material angesammelt für viele fernwehinduzierende Reiseposts über das Leben im Land der langen weißen Wolke. Letzte Woche hat sie uns schon durch das neuseeländische Nationalmuseum geführt und uns ihre neue Homebase Wellington vorgestellt. Und wir anderen Parkvögel haben auch schon mehr als einen Roadtrip durch Neuseeland hinter uns und hoffentlich auch den nächsten wieder vor uns.

Diese Woche verschaffen wir uns mal einen Überblick über das ganze Land und zwar in einem Bilderbogen von Nord nach Süd. Natürlich ist Neuseeland viel größer als man denkt (ungefähr so groß wie Deutschland nämlich), deswegen gibt es da noch viel mehr zu sehen, als hier in den Bildern dargestellt, aber irgendwo muss man ja anfangen und die wichtigsten Touristenattraktionen sind auf jeden Fall dabei.

Also, viel Spaß bei unserem Neuseeland-Rundumschlag!

Was man auf der Nordinsel gesehen haben sollte - Reisehighlights Nordinsel

Der 90 Mile Beach

90 Mile Beach

Und wir fangen tatsächlich ganz weit oben im Norden an, mit dem 90 Mile Beach. Ganz 90 Meilen ist er nicht lang, aber totzdem ziemlich beeindruckend. Neuseeland ist übrigens ein Land, in dem man an manchen Stränden mit dem Auto fahren darf. Das mag nicht besonders sensationell sein, aber wenn man das noch nie gemacht hat, fühlt sich das schon lustig an.

Der 90 Mile Beach ist mitunter nur über ein verzweigtes Netz an Waldwegen zu erreichen, die man einem Mietwagen nur bedingt zumuten sollte. Wie auch immer man dann aber hinkommt, es lohnt sich. Endlose Weite, tosende Gischt, wunderbare Dünenlandschaft. Ideal zum einfach mal ungestört abhängen oder kiten oder surfen oder was auch immer man gerne so am Strand treibt.

Bay of Islands

Eine Oase im Norden von Neuseeland

Ein bisschen weiter im Süden an der Ostküste liegt die Bay of Islands. Die ist das ganze Jahr über toll, weil es hier im Norden des Landes durchaus auch im Winter herrlich mild sein kann und de Bay of Islands mit ihren zahlreichen Buchten und Inselchen einfach ein idyllisch Fleck Erde ist.

Mitten drin liegt Russel, ein malerisches Aussteigerstädtchen in Vorzeigelage. Hübsche Kolonialhäuschen reihen sich aneinander und entlang der Promenade gibt es zahlreiche nette Cafes zum genießen und Meergucken. 

Einmal im Jahr, Mitte Februar, steppt in der Bay of Islands der Bär: dann ist nämlich Waitangi-Day, Neuseelands Nationalfeiertag, der die Unterzeichnung des Vertrages von Waitangi feiert. Dieser Vertrag machte Neuseeland zu einem Teil des britischen Reiches und garantierte den Maori das Recht auf ihr Land und verlieh ihnen auch den Status des britschen Bürgers. Obgleich Neuseeland im Gegensatz zu Australien seinen Ureinwohnern durchaus mit Respekt begegnete, wird der Vertrag bis heute heiß diskutiert und wurde auch nicht unbedingt konsequent eingehalten.

Wie dem auch sei, einmal im Jahr strömen Kiwis aus dem ganzen Land nach Waitangi und feiern mit Hakas, Flugshows, Militärparaden, Jahrmärkten und Musik.

Coromandel und Mercury Bay

Dämmerung am Hafen von Whitianga auf der Nordinsel, Neuseeland

Die Bay of Islands ist aber nicht die einzige Bay, die sich in Neuseeland lohnt, aber das ist ja offenkundig :-) Unter der Halbinsel Coromandel liegt beispielsweise die etwas verschlafenere Mercury Bay. Aber wo wir gerade schon beim Thema Coromandel sind. Unbedingt den State Highway 25 nehmen, ob von den kleinen Ortschaften an der Mercury Bay nach Auckland oder von den nordlicheren Gefilden gen Süden. Eine durch und durch aufregende Straße, vor allem das Stück welches Coromandel quert. Mehr wollen wir auch eigentlich gar nicht verraten. Aber bitte achtet auf die Schweine, die hie und da die Straße kreuzen.

Das direkt am State Highway 25 gelegene Whitianga an der Mercury Bay bietet sich als Übernachtunsstation prima an. Nicht nur wegen dem wunderbaren Abendpanorama am Yachthafen. Hier machen selbst die Neuseeländer Urlaub. An den Stränden wird für den Eigenbedarf gefischt und wenn man dann doch keine Lust hat zu kochen, dann isst man eine Seafood Chowder in einem der kleinen Restaurants.

Auckland

Blick auf die Skyline von Auckland

Und dann geht es auch schon nach Auckland

Hier scheiden sich die Geister: die einen finden es hier super, die anderen...naja, eher nicht. Das sind dann im Zweifelsfall Kiwis aus dem Rest des Landes, bei denen der gemeine Aucklander als 'JAFFA' läuft - just another f*king Aucklander. Aber das muss uns Reisende nicht abschrecken, denn auch Aucklander sind sehr nett und freundlich und geben keinerlei Anlass an der Gastfreundschaft der Kiwis zu zweifeln.

Und Auckland selbst? Großstadt in Traumlage. Eineinhalb Millionen Menschen leben hier, das ist mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung des Landes. Und da die Stadt die schmalste Stelle des Landes besiedelt, musste sie sich bei so vielen Einwohnern in alle denkbaren Himmelsrichtungen audehnen. Auckland ist also riesig - von einem Ende der Stadt zum anderen kann es schon mal was dauern.

Die Hauptsehenswürdigkeiten befinden sich allerdings alle in einem vom Stadtzentrum entspannt abklapperbaren Radius: Sky Tower, Hafen, Mt. Eden - alles gut erreichbar. Und alles unbedingt einen Besuch wert

Napier

Bunter Boden in Napier

Napier liegt rund drei-vier Stunden südöstlich von Auckland an der Küste bei Hawke's Bay. 

In den dreißiger Jahren wurde Napier von einem Erdbeben komplett verwüstet und in der Folge ganz im Art Deco-Stil wieder aufgebaut. Heute ist die Stadt genau deswegen ein Touristenmagnet, denn selten findet man so viele so gut erhaltene Art Deco-Gebäude auf einem Haufen. Das Stadtzentrum wirkt wie aus einer anderen Zeit entsprungen - und in gewisser Weise ist es das ja auch.

Einmal im Jahr gibt es ein großes Festival, bei dem sich alle ganz im Stile der dreißiger Jahre kleiden und feiern, als gäbe es kein Morgen. Ein Riesenspaß für Reisende wie Einheimische - also bei der Routenplanung unbedingt berücksichtigen.

Mt Taranaki

Blick auf den Mount Taranaki

Die meisten Neuseelandreisenden legen im Tongariro-Nationalpark einen Pflichtstopp ein und wandern zu dem smaragdfarbenen Kraterseen zischen Mt. Ruhapehu und Mt. Ngauruhoe - und das ist auch wirklich zu empfehlen weil supertollwunderschön - aber manchmal spielt das Wetter einfach nicht mit und dann kann man ruhig einmal quer über die Nordinsel zum Mt. Taranaki fahren und dort sein Wanderglück versuchen.

Der Mt. Taranaki gehörte der Maori-Legende nach früher einmal zu der Gruppe Vulkane im Landesinneren, verliebte sich aber unglücklich in den Nachbarberg und musste, weil der Konkurrenzberg bei seiner Holden besser ankam, irgendwann Leine ziehen. Deswegen haust er nun ganz im Westen des Landes, einsam und alleine und der Sage nach, wird es erst wieder zu Frieden auf Erden kommen, wenn sich die Vulkane wieder vetrtragen.

Bis es denn so weit ist, taugt der Taranaki als 1a Fotomotiv, weil er, ähnlich dem japanischen Fujiyama (dessen Double er auch in zahlreichen Filmen ist), fast vollkommen symmetrisch ist und kreisrund aus der Landschaft empor ragt.

Wellington

Ein Surfer auf dem Meer in Wellington

Knapp vier Stunden südlich des Taranaki liegt Neuseelands Hauptstadt Wellington. Viele Reisende legen hier nur einen kurzen Zwischenstopp auf der Durchreise zur Südinsel ein, jedoch bietet die Stadt selbst genug Unterhaltungswert für mehrere Urlaubswochen und darf ruhig mit einem großzügigeren Zeitbudget in die Reiseplanung mit aufgenommen werden.

Wellington mag zwar lange nicht so groß sein, wie Auckland, kann aber gerade was das kulturelle Angebot betrifft locker mithalten. Immerhin gibt es hier zwei Universitäten, die für einen stetigen Zuzug an jungem Talent sorgen und die Tatsache, dass die gesamte Regierung des Landes hier stattfindet, schafft eine lebendige politische-kulturelle Szene.

Wer jetzt denkt, Wellington sei nur was für Nerds und Kulturfreaks irrt aber gewaltig, denn die günstige Hafenlage garantiert beste Wassersportbedingungen und zwar ganzjährig. Die Berge im Westen der Stadt bieten quasi unerschöpfliche Wandermöglichkeiten und mit Zealandia gibt Welington dem weltweit ersten urbanen Vogelschutzpark ein Zuhause.

Was man auf der Südinsel gesehen haben sollte - Reisehighlights Südinsel

Die Hafenpromenade von Picton

Picton

Wen es dann auf die Südinsel verschlägt, der landet in Picton, einer hinreißenden Kleinstadt im Queen Charlotte Sound. Der Sound als solcher ist schon unbedingt sehenswert und wer Zeit hat, sollte von hier einen investigativeren Ausflug in die Marlborough Sounds unternehmen, zum Beispiel mit dem Postboot.

Wer aber direkt weiter möchte, Neuseelands Südinsel erkunden, der sollte sich an der Hafenpromenade von Picton mindestens einen Flat White genehmigen und den Wasserflugzeugen beim Landen zugucken - das lohnt sich nämlich und ist herrlich entspannend.

Blenheim

die ockerfarbenen Hügel von Blenheim

Weiter geht es Richtung Süden und die erste Stadt, die wir hier passiern ist Blenheim. 

Das Beste an Blenheim ist aber, dass sich die Landschaft hier von jetzt auf gleich komplett ändert. Aus den dicht bewaldeten Hügeln der Marlborough Sounds kommend, öffnet sich plötzlich das Land und nimmt einen Ockerton an, der in der Sonne golden schimmert. Gerade an der Küste, kann das Farbenspiel zwischen Wasser, Himmel und Erde hier besonders atemberaubend sein.

Die Gegend um Blenheim ist aber nicht nur für ihre abenteuerliche Landschaft sondern vor allem für ihre Weine berühmt. Im letzten Jahrhundert haben sich hier zahlreiche Winzer niedergelassen, die schnell sagenhafte Weine erzeugten und dafür heute zu Recht auf der ganzen Welt geachtet werden. 

Konsequenterweise sollte man sich, wenn man denn schon mal in der Nähe ist, um eine Winzertour bemühen, und die lokalen Weine ausgiebig selbst testen.

Kaikoura

Berge ragen bis ins Meer bei Kaikoura

Der Highway No. 1 führt uns die Küste entlang gen Kaikoura und bietet unterwegs zahlreiche Möglichkeiten, anzuhalten und Fotos zu machen. Das möchte man nämlich fast durchweg, während man gemütlich in den Süden gondelt, die Aussicht ist einach sagenhaft.

Kaikoura selbst ist in den letzten Jahren bei den Touristen immer beliebter geworden, und das sieht man dem ehemaligen Walfängerdörfchen auch durchaus an. Aber das soll uns nicht davon abhalten, hier einen Zwischenstopp einzulegen, denn nirgendwo sonst hat man so viele Gelegenheiten, Wale, Seelöwen, Pinguine und Delfine in freier Wildbahn zu erleben.

Vor der Küste von Kaikoura fällt der Meeresboden nämlich spontan mehrere hundert Meter ab, und wo es besonders tief ist, finden Wale besonders leicht Futter. Daher tummeln sie sich in bester Reichweite zum Strand und die lokalen Whale-Watching-Anbieter überschlagen sich mit Sonderangeboten und Fotobeweisen.

Wer es besonders abenteuerlich mag, kann sogar Helikoptertouren buchen und Meeresgetier von oben betrachten. Auch Skydiving ist hier durchaus beliebt.

Das Hinterland, die Kaikoura Ranges, bieten jede Menge Wandermöglichkeiten und wer so überhaupt keine Lust auf Wale und Co. hat, der kann sich im zweieinhalb Stunden inländig gelegenen Hamner Springs in heißen Quellen aalen und einfach bloß entspannen.

Akaroa

Die Landschaft in Akaroa mit Blick aufs Meer

Auf einer fast kreisrunden Halbinsel vor Christchuch liegt Akaroa, eine ehemalige französische Kolonie, die heute vor allem als Naherholungsgebiet von sich Reden macht. Und das zu Recht, denn viel idyllischer kann man kam Urlaub machen: durch die Bucht (natürlich, wie könnte es anders sein, ein vor zigtausend Jahren gefluteteter Vulkankrater) vor den Unbillen der Witterung halbwegs geschützt ist es hier oft milder als direkt an der Küste. 

In der Bucht kann man allerlei Wassersportarten nachgehen oder mit Delfinen schwimmen. Auch Whale Watching wird angeboten und wer sich unbedingt aus einem Flugzeug stürzen möchte, kann dies hier in malerischer Umgebung gerne tun.

Die Hauptstraße, Rue Lavaud, ist voller niedlicher kleiner Cafes und Restaurants, allerdings kann man auch ganz wunderbar einfach am Pier sitzen und das berühmte neuseelädnische Hokey Pokey-Eis pobieren. Sommerferienfeeling pur!

Lake Tekapo

Der Lake Tekapo bei Nacht

Wir entfernen uns nun von der Küste und legen noch einen Schlenker nach Süden ein, bevor es über den Arthur's Pass an die Westküste geht. Lake Tekapo ist unser nächstes Ziel und wieder einmal verändert sich die Landschaft mit jedem Kilometer.

Schroffer und rauher wird sie, und verliert doch nichts von ihrer Schönheit, was vielleicht auch damit zu tun hat, dass oft ganze Landstriche mit dem blassen Lila der eingewanderten Lupinen bedeckt sind. 

Der See selbst liegt majestätisch eingebettet zu Füßen der Southern Alps und ist, da er durch Gletscher gespeist wird, selbst im Sommer nur etwas für besonders hartgesottene Schwimmer. Wer da morgens seine Runden dreht, der hat ganz sicher kein Problem mit dem Blutdruck.

Kiwis nutzen Lake Tekapo, um das zu jedem guten Kiwi-Haushalt gehörende Motorboot spazieren zu fahren. Übrigens haben Kiwis auch keine Hemmungen, im eisigen Wasser zu baden - die sind einfach wesentlich wetterfester als der gemeine Tourist von Übersee.

Ein ganz besonderes Fest ist Lake Tekapo für Astro-Fotografen und leidenschaftliche Sternengucker, denn die Gegend gehört weltweit zu denen mit der geringsten Luftverschmutzung, was bedeutet, dass man hier nachts einen sensationellen Sternenhimmel präsentiert bekommt.

Lake Pukaki

Der Lake Pukaki mit Bergkette am Horizont

Nicht weit entfernt liegt Lake Pukaki, den man schon alleine deswegen besuchen muss, weil es nirgendswo ein blaueres Blau zu sehen gibt.

Strahlen türkis liegt er da, der See, und am anderen Ende bei gutem Wetter wunderbar zu sehen, Neuseelands höchster Berg, Mount Cook, der fast tausend Meter höher ist als unsere Zugspitze und entsprechend dominant das Panorama beherrscht.

Von hier aus führen zahlreiche Wege in den Mount Cook National Park, was vor allem - aber nicht nur - für passionierte Alpinisten von Interesse sein dürfte. Der Otto Normal-Wanderer kommt hier aber auch auf seine Kosten, denn es gibt durchaus Tages-Trails, die auch Anfänger bewältigen können und trotzdem eine Wahnsinnsaussicht gewährleisten.

Castle Rock

Die Felsen von Castle Rock

Jetzt ist es endlich so weit, wir machen uns auf, die Southern Alps zu überqueren.

Auf dem Weg zum Arthur's Pass legen wir allerdings noch einen Zwischenstopp ein, uns zwar bei Castle Rock.
Die scheinbar wild in die Landschaft gewürfelten Felsen mögen dem ein oder anderen bekannt vorkommen, wurden doch hier zahlreiche Filme gedreht, die sich Castle Rock schamlos als Kulisse bedienten, Narnia, zum Beispiel, aber auch der Herr der Ringe.

Von der Straße nur wenige hundert Meter entfernt, kann man die Felsen gut zu Fuß erreichen und dann bergauf kraxeln, um einen ziemlich beeindruckenden Ausblick über die Hochebene zu bekommen. 

Für die Spirituelleren unter uns: angeblich verläuft ein Energie-Highway genau durch Castle Rock

Arthur's Pass

Blick über den Arthur's Pass

Der Arthur's Pass ist die beliebteste Passstraße über die Alpen und das durchaus mit Grund. Die Landschaft variiert von imposant zu majestätisch und wenn man Glück hat, stimmen die Wolken in dieses Panorama mit ein, und sorgen für sensationelle Hintergründe. Und nein, weniger attributlastig ist Arthur's Pass einfach nicht zu beschreiben.

Wer mag, kann die Strecke im Zug zurücklegen, wer mit dem Auto fährt sollte unbedingt so viele Stopps wie möglich einlegen - um Bilder zu machen, natürlich, aber auch, um dem Kea zu begegnen. Der Kea ist ein Bergpapagei, der einen hang dazu hat, die Gummifütterung aus Autotürrahmen zu futtern. Aber hey! Wann sieht man schon mal Bergpapageien ohne jede Berührungsangst live und in Farbe? Da bucht man doch die umfassendere Versicherung und lässt sie ein wenig knabbern...

Franz Josef Gletscher

Der Franz Josef Gletscher

Die neuseeländische Westküste ist berühmt für ihr rauhes Klima und die Robustheit ihrer Einwohner. Tatsächlich gehört die Gegend zu den am dünnsten besiedelten Gebieten - was in einem ohnehin dünn besiedelten Land schon was heißt.

Zum einen mag das sicher daran liegen, dass es hier deutlich mehr regnet, als jenseits der Alpen, zum anderen ist man hier wirklich schon weit ab vom Schuss.

Trotzoder gerade wegen des vielen Regens ist die Westküste landschaftlich sehr, sehr schön, weil zum Bersten grün und dicht bewaldet. Wer die Küste aus Richtung Greymouth kommend runter fährt, passiert tiefe Wälder und hübsche Seen, immer die Berge im Hintergrund, die den Kontrast zum kalten Fels besonders eindrucksvoll wirken lassen.

Von den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, picken wir und den Franz-Josef-Gletscher raus, der sich dahingehend von allen anderen Gletschern auf der Welt unterscheidet, dass er tatsächlich bis auf Meeresniveau aus den Bergen kriecht und im Regenwald endet. 

Und ganz in der Nähe, man passiert noch den Fox Glacier (der nicht minder einen Besuch wert ist), liegt der malerische Lake Matheson, der aus jedem einen Meisterfotografen macht. Denn wenn das Wetter stimmt (kein Wind, nicht diesig) dann spiegeln sich die Berge in dem tiefblauen See und das Natur und Fotografenherz überschlägt sich.

Queenstown

Aussicht über Queenstown, Meer und Berge

Bei Haast machen wir uns erneut auf den Weg über die Alpen, diesmal entlang des Haast River und quer durch den Mount Aspiring Nationalpark. 

Unser Ziel ist Queenstown, die Adrenalinhauptstadt der Welta, ber wem es eher nach einer weniger touristischen, aber dennoch landschaftlich atemberaubenden Alternative ist, der kann schon in Wanaka Halt machen und von hier aus entweder die Skigebiete des Treble Cone oder die weitläufigen Wanderpfade des Nationalparks erkunden.

Wer mit uns über den Cadrona Pass eine Stunde weiterfährt, der landet in Queenstown und das ist nun wirklich eines dieser Reiseziele, über das wenig Worte verloren werden müssen, weil eigentlich jeder schon davon gehört hat.

Und das meiste, was man so hörte, das stimmt auch: Queenstown ist ein Mekka für Adrenalinjunkies und Abenteurer. Bungeejumping, Canyoning, Rafting - was auch immer es ist, nachdem das wilde Herz gelüstet, hier kann man sich sicher austoben.

Was oft unerwähnt bleibt ist, dass sich Queenstown durchaus auch für slow traveller eignet. Für solche, die keinerlei Todessehnsucht aufweisen und lieber gemütlich spazieren gehen, als im Speedboot haarscharf über die Felsen zu gleiten.

Fjordland

Das Fjordland in Neuseeland

Über Te Anau geht es weiter gen Fjordland, zu Neuseelands bestbesuchtem Fjord, dem Milford Sound

Das Tolle am Milford Sound ist, dass schon die Anreise dafür sorgt, dass man die ein oder andere Speicherkarte vollknipsen möchte. Neuseelands Landschaften sind einfach sensationell, und zwar völlig egal, wo im Land man sich gerade befindet. Vermutlich ist es diese Vielseitigkeit gepaart mit einem gewissen Überraschungseffekt (man weiß nämlich nie, ob es hinter der nächsten Kurve schon wieder völlig anders aussieht...), der Neuseeland so besonders macht.

In Fjordland jedenfalls, wird das wieder einmal besonders deutlich.

Der Milford Sound selbst steht dem in Nichts nach und sollte unbedingt mitgenommen werden. Keine Bange, falls es regnet - und das tut es da wirklich oft - strömen umso mehr Wasserfälle in die Tiefe und sorgen für ein wirklich tolles Panorama.

Dunedin

Blick über eine steile Straße auf ein weißes Haus

Nun machen wir uns wieder auf an die Ostküste der Südinsel, nach Dunedin, nämlich.

Die schottisch geprägte Universitätsstadt wartet nach unserer Überdosis Natur und Landschaftsspektakel mit allem auf, was man so von Zivilisation erwartet: tolle Restaurants mit kreativer Küche, Studentenkneipen, eine dynamische Musikszene und natürlich der steilsten Straße der Welt.

Unbedingt sehenswert ist das ganz in der Nähe gelegene Larnach Castle - Neuseelands einziges Schloss. Die Gartenanlagen allein sind schon die Eintrittskarte wert. Unweit des Schlosses locken Seelöwenkolonien und Pinguine den naturverliebten Wanderer und wer ein bisschen richtiges Fischerdorf-Feeling mitnehmen möchte, der begebe sich nach Portobello.

Und die Otago Peninsula bietet auch noch etwas ganz besonderes :-)

Catlins

Leuchtturm vor Sanften Hügeln

Ganz versteckt im Südosten der Südinsel liegen die Catlins,  im Moment noch ein echter Neuseeland-Geheimtipp, weil ein wenig ab vom Schuss und in den wenigsten Reiseführern erwähnt.

Entsprechend überrascht sind dann auch die Kneipenwirte, wenn sich dann mal ein Tourist in ein Dörfchen verirrt, das wirklich nur über Schotterpisten zu erreichen ist. 

Aber wer sich auf den Weg macht, wird durch die Bank weg belohnt: die Catlins sind einfach wunderschön und wahnsinnig vielseitig! 

Egal ob man lieber durch Wälder wandern möchte, auf der Suche nach verborgenen Wasserfällen oder ob man die herrlichen Buchten entlang der Küstenstraße abklappert - lohnt sich alles. Also ab in den Süden der Südinsel!

Bluff

Wegweisermast in Bluff

Unsere letzte Station ist Bluff, das Städtchen am Ende der Welt, von dem es nur noch ein Katzensprung in die Antarktis ist.

Wer hier wohnt, der ist steife Brisen gewöhnt und kriegt fast den ganzen Winter über Südlichter zu Gesicht.

Bluff ist ein durchaus netter Ort, der aber, ähnlich wie Wellington, oft nur als Zwischenstopp auffällt. Von hier geht's rüber nach Stewart Island, wo sich vor allem Biologiestudenten im Praxissemester tummeln oder Naturfreunde, die die oft stürmische Überfahrt auf sich genommen haben, um einmal einen Kiwi in freier Wildbahn zu erleben.

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