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10 Gründe, warum Wellington, die Hauptstadt Neuseelands, großartig ist


Blick über Wellington

Wellington liegt zwar am anderen Ende der Welt, muss sich aber keinesfalls verstecken, wenn es um attraktive Reiseziele geht. Ganz im Gegenteil! Weswegen die Stadt in Fachkreisen als "coolste kleine Hauptstadt der Welt" gilt. 

Viele Backpacker legen hier nur einen kurzen Zwischenstopp auf der Durchreise gen Süden ein und sehen wenig mehr als Cable Car, Weta Cave und den Fähranleger. Beliebter Fehler, hab ich auch schon gemacht, ist natürlich verzeihbar, aber nicht besonders smart. Denn in Wellington kann man locker Wochen verbringen, ohne sich auch nur einen einzigen Tag zu langweilen. 

Warum das so ist und was Wellington so besonders macht, das haben wir euch hier in einer hübsch übersichtlichen Liste mal zusammengefasst. Mit vielen Bildern!

1. Oriental Bay in Wellington

Oriental Bay in Wellington

Mitten in der Stadt, direkt an der beliebtesten Jogger- und Flanier-Meile der Stadt liegt der Strand von Oriental Bay. Hier sonnen sie sich alle: die, die unbedingt gesehen werden möchten, die, die nur mal eben ein Nickerchen in der Mittagspause einlegen wollen und alle anderen eigentlich auch. 

Vom CBD, dem Central Business District, nur zehn Minuten entfernt, ist man hier einerseits dicht dran am Geschehen und gleichzeitig an einem Ort, der entspannter nicht sein könnte.

Bonus: entlang der Promenade gibt es tolle Bars und Restaurants zum Brunchen oder für das ein oder andere Feierabendbier.

2. Mehr Kneipen in Wellington als in New York

Blick in eine Straße in Wellington

Wellington ist nicht die größte Stadt der Welt, ja noch nicht einmal die größte Stadt des Landes, aber trotzdem mangelt es einem hier an nichts. Relativ zur Einwohnerzahl hat Wellington mehr Kneipen als New York und das will was heißen.

Ob Kinos, Theater, exotische Restaurants oder Festivals - es ist ständig was los. Und auch Shoppingfreunde kommen nicht zu kurz, denn es gibt eine lebendige Szene einheimischer Designer, die den bekannten Marken in Nichts nachstehen.

3. Immer nah dran an der Natur in Wellington

Hügellandschaft in Wellington

Egal, wo in Wellington man ist die Natur ist niemals weit. Zur Küste ist es nie besonders weit und entfernt man sich vom Wasser, ist es ebenfalls nur ein Katzensprung und man befindet sich mitten im Nirgendwo. 

Quer durch die Stadt verläuft ein nur an wenigen Stellen unterbrochener Grüngürtel, der das mit dem Oasen-Feeling wirklich draufhat. Schlendert man ein wenig weiter, hat man die freie Auswahl zwischen zahlreichen Wanderpfaden.

Überhaupt: die Stadt ist durchzogen von Trampelpfaden und Treppen, die die einzelnen Stadtviertel miteinander verbinden. Ich bezweifele, dass es auch nur einen einzigen Menschen gibt, der alle kennt, dafür sind es einfach zu viele. Und das beste: meistens stößt man völlig zufällig auf sie und freut sich, dass man mal wieder einen neue Ecke entdeckt hat.

4. Vogelparadies Wellington

Ein Kaka in  Wellington

Noch so ein zuverlässiges Zeichen, dass man ganz dicht dran ist an Mutter Naturs ausladender Oberweite, sind die regelmäßigen Vogelbesuche aus dem lokalen Eco Sanctuary Zealandia. Eingebettet in die Hügel rund um Highbury, Kelburn, Karori und Brooklyn liegt ein Vogelpark, der von einem speziellen Schutzzaun umgeben ist und es so sogar dem Kiwi ermöglicht, ungestört zu brüten. 

Der Kaka gehört zur Familie der Bergpapageien und ist einer der am häufigsten gesehenen Gäste in Wellingtons Vororten. Meistens im Rudel unterwegs landen sie durchaus mal auf der Terrasse und freuen sich über Mandeln und Nüsse.

5. Bunte Häuser in grünen Hügeln

Viktiorianische Häuser schmiegen sich an grüne Hügel in Wellingtion

Das Stadtbild Wellingtons ist geprägt von bunten, viktorianischen Holzvillen, die sich hübsch idyllisch in die grünen Hügel der Stadt schmiegen.

Diese hier befinden sich in Oriental Bay, direkt an der Promenade und haben vermutlich einen Wahnsinnsausblick.

6. Das Wetter in Wellington - Blauer Himmel über blauem Meer

blauer Himmel in Wellington

Besonders toll ist auch, dass es in Wellington zwar durchaus auch schlechtes Wetter gibt, aber immer nur für ein paar Tage, danach strahlt der Himmel wieder so blau, wie es nur geht.

7. Der Horizontalregen

Wetterplakat mit angezeigtem Horizontalregen

Wenn wir schon vom Wetter sprechen: In Wellington gibt es ein ganz besonderes Phänomens, den Horizontalregen nämlich.

Natürlich gibt es auch den schnöden Otto-Normal-Regen, von oben nach unten. Es gibt leichtes Geniesel und Gießkannengüsse. Wie in anderen Städten auch. 

Aber dann gibt es den Horizontalregen, der der Tatsache zu verdanken ist, dass Wellington ordentlich Wind abkriegt. So ordentlich, dass es selbst den Regen in schönen, waagerechten Geraden durch die Luft schießt. 

An solchen Tagen kann man sich jedes Frisieren komplett sparen, gegen Wellingtons Horizontalregen kommt kein Haarspray der Welt an. Ganz zu schweigen von Kapuzen, Hüten oder Regenschirmen.

8. Brunchen als Lieblingsmahlzeit in Wellington. Yummie!

Außenansicht eines Restaurant am Strand

Neuseeländer lieben Brunch. So sehr, dass wenn ein autoritäres Regime Brunch von heute auf morgen weltweit verböte, die Keimzelle der Konterrevolution mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in Wellington zu finden wäre. Die Stadt wimmelt vor Cafés, Bars und Restaurants mit sensationellen Brunch-Menüs. 

Eine der besten Brunch-Locations ist das Maranui in Lyall Bay, das so beliebt ist, dass man am Wochenende nur mit Wartezeit einen Tisch kriegt. Das ist aber nicht weiter schlimm, weil man währenddessen einfach schon mal einen Flat White ordern kann oder einen der sagenhaft guten Milchshakes. 

Das Maranui hat außerdem eine grandiose Aussicht aufs Meer und die Bucht mit dem angrenzenden Flughafen. Hat schon was, beim Brunchen Surfer, Delphine und landende Flugzeuge beobachten zu können...

9. Wasser, mehr Wasser und Wassersport

Blick auf den Hafen in Wellington

Wellington ist eine Stadt, in der Wassersport groß geschrieben wird. Auckland mag zwar die City of Sails sein, aber das heißt noch lange nicht, dass Wellington nicht mindestens genauso segelverrückt wäre. 

Weil die meisten Wellingtonians im CBD arbeiten und der direkt am Wasser liegt, bieten die Wassersportvereine Kurse für die Mittagspause an. Mal eben zum Pier runter und in der Mittagspause eine Runde segeln/stand up paddling/rudern/kayaken/Wasserski fahren - alles kein Problem.

Und wer es nicht so mit dem Wasser hat, für den gibt es Laufgruppen, die die Promenade hoch und runter joggen, Wanderpfade, die die ganze Stadt durchziehen und Dutzende von Fitnessclubs mit arbeitnehmerfreundlichen Kursterminen. 

Echte Wellingtonians erkennt man übrigens daran, dass sie das Wetter nur marginal tangiert: Shorts und T-Shirt bei einstelligen Temperaturen? Klar! Laufrunde im Horizontalregen? Warum nicht? Schweiß ist ja auch nass.

10. Die Leute in Wellington!!!

Starke Wellen in Wellington

Und damit kommen wir schon zum Hauptgrund, der Wellington so großartig macht: die Leute.

Vermutlich trifft es auf alle Neuseeländer zu und nicht nur auf die Wellingtonians, aber wenn man nur letztere erlebt hat, muss man ja wissenschaftlich korrekt bleiben und sich mit der Wertung auf seine ganz spezifische Fallauswahl beschränken.

Die Menschen sind furchtbar gastfreundlich, haben kein Problem, dich zu irgendwelchen Parties einzuladen, nachdem sie dich gerademal zehn Minuten kennen und sind sehr, sehr hilfsbereit. Berichte einem Kiwi von einem Problem und er wird sich als allererstes in seinem Freundeskreis umhören, ob es jemanden gibt, der dir weiterhelfen kann. Und meisten kennt er wen, der wen kennt und schon ist die Sache gegessen, das Problem gelöst, der Tag gerettet. 

Neuseeland hat bloß 4 Millionen Einwohner (auf einer Fläche so groß wie Deutschland), von denen lediglich 300.000 in Wellington leben. Das sind gerademal halb so viele wie in Düsseldorf. Das Gefühl, dass hier jeder jeden kennt, kommt nicht von ungefähr, das ist schon so. Umso wichtiger, dass alle nett und freundlich zueinander sind, denn Ausrutscher sprechen sich rum und wer einmal in den Ruf gerät ein grantiger Gnarzler zu sein, der wird diesen Ruf so schnell nicht wieder los.

Völlig egal ob es sich um die Dame am Ticketschalter des Nationalmuseums handelt, den netten Herrn von der Hotelrezeption oder die Kassierer im Supermarkt - alle lächeln dich an, fragen dich, wie dein Tag so läuft und - das ist das Beste - erwarten sogar, dass du darauf antwortest. Small Talk am Ladenausgang ist absolut üblich und trägt dazu bei, dass man dich beim nächsten Besuch erkennt und persönlich begrüßt. 

Alles sehr familiär, freundlich und offen. Außer, ja außer man stellt öffentlich die gewagte These auf, dass es in Auckland viel, viel schöner sei.

Aber Städterivalitäten sollen ja gesund und erfrischend sein und beleben den regionalen Wettbewerb, nicht wahr, Rheinland?

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