Unvergessliche Momente auf Sulawesi

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Afrika erleben: Südafrika - Roadtrip am Kap


Südafrika - ein Land, das auf so ziemlich jeder Bucket List auftauchen dürfte!

Wir sind deshalb besonders froh, dass wir gleich mehrere Südafrika-Interviewpartner für unsere Reihe befragen konnten, die das Land auch aus ganz unterschiedlichen Perspektiven für uns beschrieben haben.

Den Anfang macht heute Simon, der bekennender Südafrika-Fan ist und das Land schon zweimal bereist hat.

Kannst du dich für unsere Leser in wenigen Worten kurz vorstellen?

Ich bin Simon, 30 Jahre alt, verheiratet und Vater von einem 3-1/2-jährigen Sohn. Wir sind immer schon gerne und viel gereist und versuchen, das nun mit Kind fortzuführen.

Wo lebst du gerade und was machst du da?

Ich lebe immer schon und sehr gerne im Ruhrgebiet. Arbeiten tue ich in Düsseldorf in der IT-Branche.

Was gefällt dir besonders an Südafrika?

Die Landschaft, die Menschen und das Essen.
Die Landschaft in Südafrika ist unglaublich vielfältig. Auf der einen Seite die weite, trockene Wüste mit wild lebenden Tieren und auf der anderen Seite die grüne und bunte Küstenregion. Hohe, felsige Berge und die schönsten Strände. Und alles direkt nebeneinander.
Die Menschen in Südafrika sind herzlich, gastfreundlich, tolerant und immer gut gelaunt. Die verschiedenen Kulturen bilden einen perfekten Mix.
Das südafrikanische Essen ist großartig und dabei günstig. Ich habe noch nirgendwo ein besseres Rinderfilet gegessen als in Hermanus im Paradiso

Hast du schon viel vom Land gesehen? 

Wir waren bisher zweimal in Südafrika. Einmal ohne und einmal mit Kind. Wir waren immer mit einem Mietwagen in der Kap-Region zwischen Kapstadt und Port-Elizabeth unterwegs. Beim ersten mal (zu zweit) sind wir in Kapstadt gestartet und direkt in die Weinberge nach Stellenbosch gefahren. Dann über die Route 62 nach Oudtshoorn.

Die Route 62 ist wirklich toll. Wenn ihr die Strecke fahrt, müsst ihr unbedingt eine Pause an "Ronnie's (Sex) Shop" einlegen. Das ist ein kleiner Road-Stop mitten im nirgendwo, bei dem es leckere Burger gibt.

Von Oudtshoorn sind wir über den abenteuerlichen Swartberg-Pass durch die kleine Karoo bis zum Addo-Elephant-Park. Von da aus ging es dann an der Küste die "Garden-Route" entlang zurück bis nach Kapstadt.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall Wilderness, ein kleines Surfer-Dorf. Traumhafter, einsamer Strand am indischen Ozean. Als Unterkunft kann ich das Mes Amis empfehlen.
In der Zeit zwischen September und November lohnt ein Stopp in Hermanus oder De Kelders. Hier kann man von der Küste aus Wale mit Ihren Säuglingen beobachten. Von Hermanus aus erreicht man gut eine wild lebende Pinguin-Kolonie in Betty's Bay. Die ist nicht so bekannt, wie die am Bolder's Beach in Simon's Town, man kommt aber viel näher an die Pinguine heran.

In Kapstadt gehört ein Besuch auf dem Tafelberg zum Pflichtprogramm. Die Tour zur Gefängnisinsel "Robben Island" ist leider sehr touristisch, lohnt sich aber schon aufgrund des Ausblicks auf die Bucht von Kapstadt.

Der Tagesausflug zum Kap der Guten Hoffnung, dem Cape Point ist ein Muss. Empfehlenswert ist die Tour über Kalk Bay und Simon's Town zum Cape Point und auf dem Rückweg über den Chapmans Peak Drive. Diese traumhafte Küstenstraße bietet ein paar Parkplätze zum Picknicken und Sonnenuntergang genießen.

Bei der zweiten Tour, mit Kind, sind wir direkt nach George geflogen, damit wir nur kürzere Strecken mit dem Auto zurücklegen müssen. Von da aus sind wir nach Wilderness, Hermanus, Stellenbosch und Kapstadt. 

Reist du eher rum oder bleibst du an einem Ort?

Das ist je nach Ziel unterschiedlich. In Südafrika sind wir viel gefahren, um möglich viel vom Land zu sehen.

Was hat dir am besten gefallen?

Das ist schwer zu sagen. Der schönste Ort zum Entspannen war Wilderness, der Strand ist einfach traumhaft. Zum Schlendern hat mir der Studenten-Ort Stellenbosch gut gefallen, tolle Architektur, nette Menschen verschiedenster Kulturen, kleine Cafés. Kapstadt hat eine ganz eigene Atmosphäre, die schwer zu beschreiben ist. Zu Beginn unserer ersten Reise hat uns jemand gesagt: "Wer einmal nach Südafrika fährt, kommt immer wieder hierhin zurück".

Und das stimmt tatsächlich.

Was möchtest du noch unbedingt sehen?

Bis jetzt haben wir es bei keiner der beiden Reisen geschafft, "The Big Five" zu sehen. Beim nächsten mal wird eine Übernachtung in einer Lodge in einem Nationalpark auf dem Programm stehen.

Wodurch unterscheidet sich das Reisen in Südafrika vom Reisen in anderen Regionen?

Wir wurden vor unserer Reise vor der hohen Kriminalität gewarnt und waren deshalb zu Beginn sehr vorsichtig. Diese Angst war – zumindest in der Region, in der wir unterwegs waren – unbegründet. Wir haben uns zu keiner Zeit in irgendeiner Form unsicher gefühlt. Sicherlich gibt es Gegenden, die man als Tourist meidet. Die gibt es aber in jedem Land / jeder Stadt.

Was sollte man auf gar keinen Fall machen, wenn man in Südafrika unterwegs ist?

In großen Hotels übernachten, Geführte Bus-Touren machen, "Parkplatz-Wächter" vorab bezahlen.

Was sollte man unbedingt tun, wann man in Südafrika unterwegs ist?

In kleinen Gästehäusern übernachten, hier lernt man das Land und die Leute besser kennen und kriegt die besten Tipps für Ausflüge und Restaurants.

Das Land auf eigene Faust  mit dem Mietwagen erkunden.

Die Gästehäuser sollte man ruhig im vorhinein buchen und informieren, wann man von wo anreist und wohin abreist, damit im Falle eines Unfalls jemand bescheid weiß.

In Südafrika gibt es auf jedem Parkplatz mehr oder weniger offizielle Parkwächter. Die grüßt man freundlich bei der Ankunft und gibt erst vor der Abfahrt ein paar Rand Trinkgeld.

Gleiches gilt übrigens für das Tanken. Hier muss man nicht aussteigen sondern es wuselt direkt eine Horde von Tankwächtern um das Auto herum und tankt, wäscht die Scheiben und prüft Öl und Luftdruck. Auch hier gibt man hinterher ein paar Rand Trinkgeld.

Hast du Geheimtipps?

Unterkünfte:


Restaurants:

 

Was war dein absurdestes Erlebnis in Südafrika?

Bei unserer ersten Reise haben wir am ersten Abend im Gästehaus ein Pärchen aus dem Ruhrgebiet getroffen. Das war schon witzig, man fliegt um die halbe Welt und trifft im gleichen Gästehaus Leute, die aus der Nachbarstadt kommen. Wir sind schnell ins Gespräch gekommen und haben direkt viele nützliche Tipps erhalten.

Würdest du Südafrika als Reiseziel empfehlen? Auch für Familien mit Kindern?

Ja definitiv.

Das Problem mit Kindern in Südafrika sind die strengen Auflagen der Behörden für Gästehäuser. Es ist deshalb ein bisschen schwierig, Häuser zu finden, bei denen auch Kinder übernachten dürfen. Aber es gibt welche.

Eine weitere Schwierigkeit ist der lange Flug. Unser Sohn hatte zum Glück überhaupt kein Problem mit dem Fliegen, aber da ist ja jedes Kind anders.
Wir hatten mit Kind in jedem Gästehaus oder Restaurant die Sympathien auf unserer Seite. Die Leute waren immer offen und hilfsbereit.

Wie sieht das mit dem Budget aus? Ist das Reisen in Südafrika eher teuer oder eher günstig? 

Der Flug ist lang und deswegen auch teuer (ab 800€ pro Person hin und zurück). Die Preise für die Unterkünfte lagen zwischen 80€ und 140€ pro Doppelzimmer inkl. Frühstück.
Die Preise für Souvenirs, Klamotten und Verpflegung sind sehr niedrig. Das teuerste Essen bei unserer ersten Reise war ein 3-Gänge-Menü für 2 Personen inkl. Getränke für ca. 50€.

Entsprach Südafrika ungefähr den Erwartungen, die du vorher vom Land hattest?

Das ist schwierig zu sagen. Ich hatte vorher keine konkreten Erwartungen. Das Land hat uns begeistert und wir planen schon wieder die nächste Tour.

Welche Art der Reise würdest du empfehlen?

Wie schon gesagt, würde ich empfehlen, mit dem Mietwagen auf eigene Faust zu fahren und in kleineren Gästehäusern zu übernachten.

Was sollte man unbedingt dabei haben, wenn man nach Südafrika reist?

Eine Kamera und ausreichend Speicherkarten.

Tolle Tipps, tolle Bilder - wir sind schon gespannt auf die Berichte deiner dritten Reise. Vielen herzlichen Dank, Simon!

Hier geht's zur Übersicht über unsere Afrikawochen mit Auflistung aller Länder.