Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Unberührte Inselwelten und uralte Rituale

Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Von Perth nach Sydney in 16 Tagen - Ein rasanter Roadtrip mit Folgen


Stephan und Edith's Abenteuer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schauen wir auf die vergangene Zeit zurück. Eine Reise, die unsere Hummeln so sehr geprägt hat und an der wir mit Freude teilhaben durften. Jetzt berichten sie uns von ihrer letzten Etappe ans Ziel. Mit dem Minivan geht es von Perth nach Sydney und auf dem Weg gibt es wieder einiges zu sehen. Aber findet ihr Abenteuer tatsächlich in Sydney sein Ende? 

Ankunft in Australien

Wir haben es geschafft! Sind tatsächlich auf unserer Reise „SmartDownUnder - Auf dem Land- und Seeweg von Köln nach Australien“ nach 575 Tagen ohne Flugzeug auf dem Roten Kontinent angekommen. Nicht unerheblich zu erwähnen, dass wir zum ersten Mal seit 1 1/2 Jahren wieder in die Sphären des westlichen Kulturkreises eintauchen. Dies birgt gewisse Überforderungen unsererseits. Also erstmal akklimatisieren.

Fremantle Australien

Dafür sind Fremantle und seine Umgebung prädestiniert. Der Ort, südlich von Perth an der Westküste Australiens, besticht durch eine hübsche Innenstadt mit alten Häusern, stadtnahen Stränden und einer sehr entspannten, alternativen Atmosphäre.

Fähnchen stecken und zurück?

Und nun? Eingewöhnen und Anpassen an diese neuen Lebensumstände ist ja schön und gut. Aber was dann? Wir wissen weder, ob noch wie lange wir in Australien bleiben möchten. Und wie lange wir das überhaupt können. Denn schließlich sind wir schon viel länger unterwegs als geplant. Und trotz einer ausgezeichneten Haushaltsplanung, ist Australien nicht gerade bekannt dafür, ein günstiges Reiseland zu sein. Ich würde am liebsten mein Fähnchen in den Boden stecken und gleich zurück aufs nächste Boot hüpfen. Das aber torpediert mein Reisepartner. Wenn wir doch nun schonmal hier sind…

Ein ambitionierter Roadtrip

Was könnte uns also Besseres widerfahren, als eine sogenannte Relocation zu machen, die die Erkundung des Landes zunächst auf einen zeitlich überschaubaren Rahmen begrenzt. Für eine Camper-Verleih-Firma können wir einen alten Campingbus von Perth zur Ausgangsdestination zurück nach Sydney überführen.

Mit dem Minivan von Perth nach Sydney

In 16 Tagen. Ambitioniert. Geradezu verrückt. Wir möchten unterwegs schließlich auch noch etwas erleben und sehen und dabei nicht vor Hektik über unsere eigenen Füße stolpern. Zumal wir ja bekanntlich eher die Schnecken unter den Reisenden sind. Und dabei liegen mehr als 4000Km vor uns, wenn wir den einen oder anderen Abstecher mitnehmen möchten.

Unser neues Zuhause - ein abgerockter Campingbus

Edith im Minivan auf dem Weg nach Sydney

Und da stehen wir nun. Wieder mit einem eigenen fahrbaren Untersatz, der zugleich unser neues Zuhause ist. Und hier beginnt die eigentliche Geschichte unseres Roadtrips von Perth nach Sydney. Einmal von der Westküste and die Ostküste, quer über den gesamten Kontinent. Ein Trip, der uns bis heute die Härchen auf den Armen hochstehen lässt, wenn wir nur daran denken. Vollgepackt mit Lebensmitteln starten wir in einem ziemlich abgerockten Campingbus südwärts. Haben uns den einen oder anderen Punkt auf der Strecke rausgesucht, stellen aber schnell fest, wie sehr wir die Entfernungen, trotz gut ausgebauter Straßen, unterschätzt haben. Nicht ohne unsere ersten Kängurus zu sichten, schließen wir unseren ersten Tag „On the Road“ befriedigt ab.

Mit voller Wucht zieht uns Australien in den Bann

Edith genießt die Aussicht in Australien

Was uns in den folgenden zwei Wochen widerfährt ist in Worten kaum auszudrücken. Komprimiert, intensiv und mit voller Wucht zieht dieses Land uns mit Haut und Haaren in seinen Bann. Ganz nah am Puls der natürlichen Ordnung erleben wir den Roten Kontinent in seiner ganzen Pracht.

Australiens Natur und seine Lebewesen

Sehen beeindruckende Landschaften, lernen lustige Tiere und solch herzliche Menschen kennen, die uns gegenüber unvoreingenommener und gastfreundlicher nicht sein könnten.

Feste Rituale beleben die Freiheit

Australien bedeutet für uns wilde Natur, Einsamkeit, Weite und nicht zuletzt Freiheit. Dieses Gefühl prägt unsere Zeit auf dem Roten Kontinent erheblich. Im völligen Einklang mit der Natur verleben wir unsere Tage. Unabhängig vom Ticken der Uhr. Eines der vielen festen Rituale, die für uns eng verbunden sind mit dem Gefühl und Ausleben der Unabhängigkeit und Freiheit.  

Australiens Küste

Oft sind wir schon weit vor Sonnenaufgang wach und wandeln um unser Nachtlager herum. Mit den ersten Sonnenstrahlen lassen wir uns bezaubern, von traumhaften Kulissen, die uns in direkter Umgebung zu Füßen liegen.

Ein Fest für unsere staubbedeckten Körper

Mit dem verschwindenden Licht des Tages entdecken wir oftmals kleine Oasen der Einsamkeit. Es ist ein Fest, wenn wir alleine in der Weite der Natur nächtigen dürfen. Oder den nächsten Nachbarn viele Meter weit entfernt zu wissen.

Roadtrip durch Australien im Minivan

Wenn wir am Abend unsere staubverdreckte Haut im klaren Wasser eines Flusses abwaschen und pudelnackt ins Vergnügen springen dürfen. Alltägliches, Praktisches wird auf dieser Reise besonders. Wir freuen uns wie die Kinder zum ersten Mal seit mehr als 1 1/2 Jahren darauf endlich wieder selbstständig kochen zu können. Denn warum hätten wir zwischen leckersten Suppenküchen der Welt in Thailand, Laos oder Kambodscha schon selbst den Kochlöffel schwingen sollen? Die Vorfreude auf das gemeinsame Abendritual gehört zu einem langen Tag auf der Straße ebenso wie laute Musik und der warme Wind, der uns um die Nase weht.

Die unendliche Weite des Himmelszeltes

Wenn Du in Australien länger campst, dann wirst Du Dich schnell am Mond und den Sternen orientieren. Sie sind unsere ständigen Begleiter. Nahezu egal wo wir sind, können wir uns nicht genug daran ergötzen diese schier unendliche Weite des Himmelszeltes zu bewundern. Unendliche Weite. Eine Umschreibung die treffsicherer auch für das australische Outback nicht sein könnte. Wenn Du hunderte von Kilometern auf scheinbar nie endenden Highways unterwegs bist.

Verlassene Straßen durch Australiens Dschungel

Und während vieler Stunden kaum ein anderes Auto oder einen LKW zu Gesicht bekommst. In solchen Momenten dringen die Gefühle des Glücks, der Freiheit und Unabhängigkeit bis in jede Pore unseres Körpers.

Kontrastreiche Panoramen und Landschaften

Unser Roadtrip von Perth nach Sydney wird zu einem Erlebnis, dass intensiver nicht sein könnte. Während den unzähligen Stunden und Kilometern, die wir auf den Highways des Landes zurücklegen, begegnen uns Landschaften und Phänomene, die kontrastreicher kaum sein könnten.

Känguru in Australien

Zutrauliche Kängurus springen am Strand von Esperance um uns herum, dessen schroffe Küstenlinie sich mit beeindruckenden Felsformationen an die angeblich weißesten Strände Australiens schmiegt.

Australiens facettenreiche Landschaften

Einen Eindruck von seiner Staubtrockenheit hingegen erfahren wir im Städtchen Broken Hill und den Flinders Ranges, in den Ausläufern des Outbacks. Und schließlich befinden wir uns im saftigen Grün der Blue Mountains. Direkt vor Sydneys Toren eröffnet sich uns eine Gebirgslandschaft, auf die wir, wären hier nicht überall Kängurus zu sehen, auch in Mitteleuropa stoßen könnten.

Der Anfang vom Ende

Edith und Stephan sind in Sydney angekommen

In 16 Tagen von Perth nach Sydney. Für uns ist die Ankunft in der Stadt an der Ostküste Australiens der Anfang vom Ende. Denn unser Projekt SmartDownUnder geht in seine letzte Phase. Wir haben es ohne Flugzeug bis Australien geschafft, sind weiter über Land bis Sydney gereist. Eigentlich könnten wir einen Haken dahinter machen. Aber wir wären nicht wir, hätten wir nicht längst neue Pläne im Kopf. Das Flugzeug möchten wir noch lange nicht betreten, den Kontinent erst recht nicht wechseln. Und damit schließen wir zwar das letzte Kapitel „SamrtDownUnder - Auf Land-und Seeweg von Köln nach Australien“ ab, aber es bleibt ja immer noch ein Epilog. Oder eben der Anfang vom Ende von SmartDownUnder.

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