Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Unberührte Inselwelten und uralte Rituale

Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Mythos Uluru - Wie ein Stein uns in seinen Bann zieht


Australien, Uluru bei Nacht

Smart Down Under ist vollendet - Die Reise geht weiter

„…und damit schließen wir zwar das letzte Kapitel „SmartDownUnder - Auf Land- und Seeweg von Köln nach Australien“. Aber es bleibt ja immer noch ein Epilog. Oder eben der Anfang vom Ende von SmartDownUnder.
Wer unseren letzten Artikel gelesen hat, der weis bereits, dass wir unser Ziel auf dem Land- und Seeweg von Köln nach Australien zu gelangen tatsächlich erreicht haben. Und vielleicht hat der aufmerksame Leser auch zwischen den Zeilen herausgehört, dass das nicht das Ende unserer Reise ist. Australien flasht uns sondergleichen. Der Rote Kontinent zieht uns während unseres Roadtrips von Perth nach Sydney so sehr in seinen Bann, dass wir entscheiden, weitere zwei Monate mit einem Camper durch Australien zu reisen. Und läge es da nicht näher, eines der Wahrzeichen des Landes zu besuchen? Den Uluru.

Mythos Uluru - Ein Felsen zeigt Wirkung

Edith bewundert den Uluru in Australien

Ja, was läge da nicht näher? Ich frage mich ehrlich gesagt vielmehr, was dieser gewaltige Felsklotz in der Weite der australischen Wüste nur an sich hat. Warum will jeder Australienreisende diesen riesigen, roten Stein inmitten der großen Leere anschauen? Denn außer Staub, knallender Sonne und einiger zehntausender Fliegen gibt es hier doch nun wirklich nichts zu entdecken.

Wegweiser zum Uluru in Australien

Und erst der ewig lange Weg dorthin… Würde Stephan mir nicht so in den Ohren liegen, mich brächten keine 100 Kängurus zum Wahrzeichen Australiens, dem berühmt, berüchtigten Uluru.

Facettenreiche Wüstenlandschaft

Der Weg zum Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark in Australien

1275km zieht sich der Weg über den Stuart und dem Lasseter Highway vom südlichen Port Augusta bis in den Uluru-Kata-Tjuta Nationalpark im südlichen Northern Territory. Der vermeintlich trostlose Weg durch die Wüstenlandschaft des Outbacks erweist sich als überraschend abwechslungsreich.

Das Wüstenstädtchen Cooper Pedy

Das urige Wüstenstädtchen Coober Pedy erscheint fast schon blass, bedenke ich den Facettenreichtum unterschiedlichster, traumhafter Naturkulissen, der unseren Weg Richtung Norden säumt. Salzseen und Steppenlandschaften und felsige Abschnitte begleiten uns auf dem Stuart Highway. Doch das gigantische, nächtliche Sternenzelt übertrifft so ziemlich alles.

Eine unbeschreibliche Atmosphäre legt sich über die Landschaft im Outback

Der Uluru und die unbeschreibliche Landschaft des Outbacks

Und dann liegt er vor uns. Gewaltig, mächtig und zugleich so sanft. Etwa 3km lang, bis zu 2km breit und mehr als 348m hoch thront der Uluru inmitten der Wüste. Je mehr wir uns dem Felsen nähern, desto deutlicher spüren wir seine Wirkung und eine unbeschreibliche Atmosphäre. In Worten ist das, was hier wir hier erfahren, eigentlich nicht zu erklären. Eine meditative Ruhe legt sich wie ein Film über die Landschaft um den Uluru herum, die sich in unserer eigenen Stimmung widerspiegelt. Fast so, als wäre im Umkreis von mehreren Kilometern rund um den Felsen eine Schutzglocke, die uns einhüllt mit dem spirituellen Geist dieses Ortes. Ein Gänsehaut-Gefühl gepaart mit positiver Energie setzt ein. Und hier wollte ich nicht hin?

Spirituelles Zentrum der Anangu

Kaum überraschend, dass die Region um den Uluru schon seit mehr als 10000 Jahren Heimat und spirituelles Zentrum der Anangu, einem Stamm der Aborigines, ist. Weder kaufen noch besitzen sie das Land. Sie verstehen sich als dessen Hüter. Die Ureinwohner weisen jeder Stelle in der Landschaft eine Bedeutung zu, wodurch sie mit dem Land, dass schon ihre Urahnen bewohnten, als organisches Ganzes miteinander in Verbindung stehen. Die Kultur der Anangu aus Kunst, Geschichten und Landschaft fassen sie in den Begriff Tjukurpa. Sie bildet die Basis für das Leben des Stammes. Das Wissen aus Tjukurpa wird von Generation zu Generation weitergegeben, in Musik, Tänzen, Felsmalereien oder durch Geschichten.

Der Uluru erhält seinen ursprünglichen Namen zurück

Nicht immer konnten die Anangu ihrer Bestimmung nachkommen. Im Jahr 1873 wurde dem Heiligen Berg der Aborigines vom Sohn eines englischen Einwanderers der Name Ayers Rock übergestülpt, den viele Besucher bis heute, ungeachtet der Geschichte, benutzen. Nachdem dieser den Felsen nach einem südaustralischen Premier umbenannte, siedeln sich in der Umgebung viele Europäer an und okkupieren das Land der Ureinwohner, dass Ihnen erst über 100 Jahre später, 1985, zurückgegeben wurde. 2002 erhielt der Uluru seinen ursprünglichen Namen, den die Anangu ihrem Heiligtum einst gaben, wieder: Uluru.

Unternehmungen rund um den Uluru

Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark Weltkulturerbe

Der Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO und bietet eine Vielzahl von Unternehmungen. Eine Besteigung des Ulurus ist bis heute möglich, doch ein absolutes No-Go. Der Uluru ist für die Anangu ein heiliger Ort, der ihrem Glauben nach, ein großes Wissen inne trägt. Dem Gesetz der Anangu nach ist es verboten den Berg zu erklimmen. Wanderungen rund um den roten Felsen herum sind jedoch eine spannende Erfahrung.

Edith auf Wanderschaft im Kata-Tjuta-Nationalparks

Am frühen Morgen nehmen wir an einer der regelmäßigen Führungen von einem der Parkranger teil. Mit wissbegierigen Besuchern geht er entlang des Uluru und erklärt interessante Fakten rund um den heiligen Berg, das Volk der Anangu und deren Leben.

Das Besucherzentrum des Kata-Tjuta-Nationalparks

Völlig angetan hat uns das Besucherzentrum des Parks, dass nahe dem Uluru liegt. Das Gebäude und die zugehörigen Picknick- und BBQ-Stellen schmiegen sich durch ihre naturnahe Bauweise wunderschön in die Landschaft ein. Das Zentrum liefert weit gefächerte und detaillierte Informationen in Form von Filmen, Artefakten und zahlreichen Info-Tafeln. Für uns wurde es fast schon ein zweites Zuhause. In herrlicher Ruhe haben wir es ritualisiert unsere ausgiebige Mittagspause an diesem dafür so idealen Ort zu machen und der Hitze des Tages zu entgegen.

Die Kata Tjuta-Felsformationen

Die Kata Tjuta Felsformationen

Wie der Name erahnen lässt, ist der Uluru zudem nicht die einzige Sehenswürdigkeit im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark. Mindestens ebenso spektakulär sind die Kata Tjuta Felsformationen. In der Sprache der Aborigines bedeutet Kata „Kopf“ und Tjuta „viele“. Dies umschreibt das Erscheinungsbild der Kata Tjuta ziemlich treffend.

Wanderung im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark

In den ersten Stunden des Tages, wenn die Sonne noch nicht ihre Höchsttemperaturen um die 40Grad erreicht hat, wandern wir im Valley of the Winds. Seinen Namen hat das Tal zu Recht verdient, denn während der traumhaften Wanderung durch die Schlucht pustet uns der Wind nur so um die Ohren.

Unser Besuch im Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark - Ein unvergessliches Highlight

Welch Luxus es ist, die Freiheit zu haben, einfach solange zu bleiben, wie es uns passt. Zeit zu haben, war für unseren Besuch des Uluru-Kata-Tjuta-Nationalparks maßgeblich. Nicht nur für die An- und Abreise, sondern vielmehr unseren Aufenthalt vor Ort. Mein Glaube, wir kämen hierher, würden uns den Stein anschauen und wieder fahren, hat sich schon bei der Ankunft am Uluru als absoluter Irrtum erwiesen. Die Umgebung bietet eine solche Vielzahl attraktiver Unternehmungen, dass wir alleine hierfür schon mehrere Tage benötigten. Tatsächlich aber ist es auch die einzigartige Atmosphäre und meditative Stimmung, die uns geradezu magisch angezogen und innehalten hat lassen. Zeit und Neugier haben unseren Besuch des Ulurus zu einem unvergesslichen Highlight unserer Reise werden lassen.

Pflichtangabe*


CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.