Neuseeland

Kommt mit von Nord nach Süd

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Äthiopien

Blogparade Reisetypen - Wie wir reisen!


Melanie und Thomas vom reisen-fotografie-leben Blog haben die interessante Frage nach den Reisetypen im Rahmen einer Blogparade in den Raum geschmissen - und da antworten wir doch :-)

Paula, welcher Reisetyp bist du eigentlich?

Schwer zu sagen. Und das aus ganz unterschiedlichen Gründen: zum einen mögen wir Labels nicht. Die sind wie Schubladen, in die man gesteckt wird: einmal zu, kommt man nur schwer wieder raus. Zumal von innen. Labels muss man immer mit dem Fingernagel abkratzen und es bleibt doch immer noch ein Rest kleben. Nee, nicht unsers.

Außerdem verändern sich Typen im Laufe eines Lebens: man reist ja heute nicht mehr wie noch vor zwanzig Jahren, oder? Budgets verändern sich, Zeitvorgaben passen sich den Lebensumständen an, Traumziele changieren mit den Jahren von Nord nach Süd und oben nach unten. Wer sich nicht verändert ist tot, right? Naja, oder nur sehr veränderungsresistent, soll es ja auch gegen und ist ja auch völlig legitim!

Wir hier im Parkvogel-Team sind außerdem viele, das heißt so ohne weiteres kann man uns gar nicht auf einen Typ reduzieren. Einer mag das, der andere dieses, der dritte ist wieder völlig anders gepolt. Und alle sind wir trotzdem gleichermaßen reisebegeistert auf unsere ganz individuelle Art und Weise.

Aber, um im Thema zu bleiben, wir haben trotzdem mal versucht, unsere Parkvögel in Reisetypen einzuteilen, spaßeshalber und natürlich völlig unverbindlich, is klar, ne?

Der Wandervogel

Unser Obervogel sozusagen. Einmal im Jahr ist der Wandervogel op jück, zu Fuß natürlich, und auf großer Tour. Was für andere eine einmalige, lebensverändernde Grenzerfahrung ist, zieht unser Wandervogel einmal im Jahr durch: Pilgertouren über tausende von Kilometern, alleine, nur mit Minimalisten-Rucksack, iPad und Hunde-Abwehrknüppel. 

Und Wandern macht halt einfach glücklich!!!

Wanderschuhe auf steinigem Weg mit Wiese im Hintergrund

Der Roadtripvogel

Davon haben wir mehrere, Roadtrips sind ja die Backpackertouren der Mittdreißiger. Bequemer, flexibler aber auch ein wenig kostenintensiver. Macht aber nix, man ha ja mehr Budget als der gemeine Backpacker. Vorteil: man kommt rum, auch dahin, wo kein Tourbus hält. Man kann bleiben, wo man will und wie lange man will, ganz fahrplanunabhängig. Man schleppt seinen Rucksack nicht mehr vom Busbahnhof zum Hostel, sondern fährt ihn im Kofferraum durch die Gegend.

Island und Neuseeland haben wir so schon komplett durchquert...

Dreckiges Auto vor der weiten Landschaft Islands

Der Hausbootvogel

Vielleicht der entspannteste Vogel von allen, denn Hausbootfahren ist vor allem eines: gemütlich. Gemütlich zuckelt man die Kanäle entlang, die Seenplatte hoch und runter, die Elbe von Süd nach Nord oder die Loire von Weinberg zu Weinberg. Man liegt auf Deck in der Sonne und ackert sich durch die Ferienliteratur, abends geht’s lokale Delikatessen schnabulieren und bei Rotwein und Baguette strahlt man in den Sonnenuntergang und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein. Hektisch wird es allerhöchstens, wenn’s an die Schleusen geht, aber so ein bisschen Adrenalin am Vormittag ist ja auch eher gesund als schädlich, nicht?

Der Backpackervogel

Da haben wir ihn endlich, den Rucksacktouristen. Na klar, gibt’s den auch bei uns. Jung und dynamisch zieht er ein- oder zweimal im Jahr (semesterferienabhängig) in die Ferne und zuckelt dann von Hostel zu Hostel. Ab und an bekommt man Postkarten aus Bolivien oder Laos, beneidet ihn kurz um das selige Gefühl der Freiheit, das sich zwangsläufig einstellt, wenn man ganz auf sich gestellt nur mit dem Rucksack, fast ohne Ziel fremde Länder entdeckt, erinnert sich aber dann an die verflohte Pferdehaardecke am Atitlan-See, die schnarchenden Amis im Billighostelschlafsaal und die rumpeligen, mehrtätigen Bustouren über die Anden, denen wir heute noch die Schuld für unsere ersten beiden Bandscheibenvorfälle und die chronische Blasenentzündung in die Schuhe schieben. Und dann geht’s wieder. Dann pinnen wir die Postkarte ans schwarze Brett im Büro und freuen uns, wenn der Kollege wieder heil zurück kommt, mit Muschelkette, Tropen-Teint und leicht versonnenem Gesichtsausdruck

Wandgemälde eines Tuataras mit Schriftzug

Der Gruppenreisevogel

Was macht man, wenn man weder alleine reisen möchte, noch einen Partner hat, der mit einem auf Tour ginge? Klar, man schließt sich einer Reisegruppe an. Davon gibt’s viele und sie alle haben ganz unterschiedliche Zielgruppen: bildungshungrige Studienräte, die man außerhalb ihres gewohnten Umfeldes niemals ohne Funktionskleidung antreffen würde; nostalgische Rentner auf den Spuren ihrer Ahnen; oder eben Otto-Normal-Vögel, die einfach nur mal Bock auf eine geniale Wanderung haben, nur eben nicht alleine. Für die gibt’s allerlei Möglichkeiten durch die Karpaten oder ähnlich abgelegene Winkel zu kraxeln und dabei nette Menschen kennen zu lernen und Abenteuer zu erleben.

Der Partyreisevogel

Oh ja, haben wir auch im Sortiment. Fünf Tage Malle/Lloret de Mar o.ä. inklusive Vollpension, Katerfrühstück und Sangriadruckbetankung. Der Partyreisevogel ist eine Unterart des Gruppenreisevogels, ist jedoch überwiegend männlich, Mitte zwanzig- oder wenig älter, und die Reiseziele liegen immer am Wasser. Zoologen ordnen das Reiseverhalten des Partyreisevogels üblicherweise der Brunft zu, allerdings folgt auf die Brunft nur in seltenen Fällen eine Nistphase. 

Sitzbereich am Pool mit Blick aufs Meer

Wir könnten ewig so weitermachen, vor allem, wenn wir uns selber nur so halbernst nehmen und unsere Vogelwelt durch ein halb zugekniffenes Auge betrachten. Irgendwie ist kein Typ wirklich eindeutig zuzuordnen, und irgendwie braucht auch keiner von uns ein Label, um sich vom anderen bewusst zu unterscheiden.

Heute Kulturtrip, morgen Gruppenwanderung, übermorgen mit dem Bus durch die Karpaten, warum denn auch nicht?

Wir sind nämlich vor allem bunten Vögel, die die Abwechslung lieben und leidenschaftlich neue Ecken entdecken.

Ganz schubladenunabhängig :-)

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