Unvergessliche Momente auf Sulawesi

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Von Köln nach Düsseldorf mit dem Rad - Die Fahrrad-Challenge Teil 2: Der Rückweg


Zurückgelegter Route auf Karte

Wir haben unsere Kollegin Nike mit dem Rad nach Köln und wieder zurück geschickt und sie am Dienstag bereits ausführlich zur Hinfahrt befragt. Heute geht's um die Rückfahrt, da hat sie nämlich eine ganz andere Route gewählt.

Welche war das denn?

Nachdem ich den Hinweg echt eher langweilig fand, dachte ich mir, ich verlasse mich beim Rückweg mal nicht nur auf Google Maps, sondern recherchiere, ob es da nicht eine Art Fernwanderweg für Radfahrer gibt. Und den gibt es tatsächlich: Erlebnisweg Rheinschiene heißt der.

Wieso 'Erlebnis'?

Gute Frage! Vermutlich wegen der in unregelmäßigen Abständen aufgestellten Informationstafeln, auf denen lokalgeschichtliche Besonderheiten erzählt werden.

Aha. Also ein pädagogisch wertvoller Radweg?

Sozusagen, ja.

Wie hat sich denn die Rückfahrt - abgesehen von den Infotafeln - vom Hinweg unterschieden?

Naja, sie war vor allem länger. Rechtsrheinisch ist man mit 53km dabei, vor allem, weil man die Rheinkurven mitnimmt.

Wie lang hast du dafür gebraucht?

Fast vier Stunden. Ich hatte, vor allem wenn es wirklich direkt am Rhein lang ging, fiesen Gegenwind und das Gepäck war dank des Werbematerials von der Messe auch ein bisschen schwerer als auf der Hintour.

Das heißt, das war tatsächlich anstrengender?

Auf jeden Fall. Ich hab den gleichen Fehler wie auf der Hintour gemacht und vergessen, mir etwas zu trinken mitzunehmen (Das mit dem Lerneffekt übe ich noch). So ab Monheim hab ich ernsthaft in Erwägung gezogen, auf Rheinwasser zurück zu greifen, bis ich dann in Benrath endlich an einem Supermarkt vorbeigekommen bin. Außerdem hatte ich ab Kilometer 30 wirklich überhaupt keine Lust mehr. Wäre ich fünf Jahre alt gewesen, hätte ich mich vermutlich auf den Boden geschmissen und so lange gebrüllt, bis Mama mich auf dem Gepäckträger nach Hause gebracht hätte. Aber diese Option bietet sich ab einem gewissen Alter unfairerweise einfach nicht mehr. Also hab ich in den sauren Apfel gebissen und bin weiter geradelt.

So schlimm?

Naja, vielleicht überdramatisiere ich ein wenig, aber die letzten zwanzig Kilometer zogen sich wirklich ein bisschen. Und in Leverkusen wird man einmal quer durchs Stadtzentrum gelotst - nicht unbedingt die sehenswerteste Route.

Collage mit Landschaftsaufnahmen und Straßenschildern auf dem Weg von Köln nach Düsseldorf

Woran hast du denn überhaupt erkannt, ob du noch auf dem richtigen Weg warst?

Also die Rheinschiene hat zum einen ein eigenes Symbol, eine blaue S-Kurve auf einem roten Farbquadrat und zum anderen stehen ab und zu die bereits erwähnten Infotafeln am Wegesrand. Allerdings sollte man sich nicht darauf verlassen, dass man immer schön den Symbolen folgen kann. Die hängen nicht an jedem Wegweiser und oft genug bin ich einfach auf gut Glück in eine Richtung gefahren.

Gibt's da auf der Homepage keinen detaillierten Streckenplan?

Überraschenderweise nicht, nein. Da gibt's zwar eine Routenübersicht, aber man kann nicht ranzoomen, d.h. das hilft einem nicht wirklich weiter, wenn man gerade mal nicht weiß, wie's an einer bestimmten Gabelung weiter geht. Es gibt zwar einen verheißungsvollen Button, auf dem "Radroutenplaner NRW" steht, aber dahinter verbirgt sich eine Fehlermeldung. Wer Willens ist, 13,00€ zu investieren, kann sich aber den GPS-Track runterladen - allerdings habe ich nicht getestet, ob das funktioniert, das finde ich dann doch ein wenig teuer. Außerdem kriegt man dann die Strecke Mainz-Rotterdam und nicht bloß Köln-Düsseldorf. Einzelabschnitte kann man leider nicht separat downloaden.

Okay, aber abgsehen von den Orientierungsschwierigkeiten und den Anfällen akuter Unlust - wie ist denn die Strecke so im großen und ganzen?

Ganz nett! Im Vergleich zur linksrheinischen Alternative sogar richtig toll. Wenn man sich erstmal aus Köln herausgearbeitet hat, geht's am Stammheimer Ufer entlang und das ist durchaus ansehnlich. Leverkusen muss man dann wieder ignorieren, aber dann bleibt es idyllisch: Rheindorf, Hitdorf, Monheim, Baumberg, Urdenbach, Benrath - alles, sehr, sehr hübsche Orte. Oft fährt man an wunderschönen mittelalterlichen Häuschen vorbei und man hat fast immer einen tollen Blick auf die andere Rheinseite. Im Düsseldorfer Süden kann man dann zwischen der landschaftlich schönen Strecke durch den Himmelgeister Rheinbogen und dem etwas direkteren Weg an der Münchener Straße entlang wählen, da wollte ich aber wirklich nur noch ankommen und bin ohne großartige Umwege (wenn man mal von einem Schlenker durch Südpark und Volksgarten absieht) nach Hause gefahren. Manchmal muss man einfach Prioritäten setzen.

Verstehe. Hast du denn diesmal Pausen eingelegt?

Nur eine kleine in Benrath, um eine akute Dehydrierung zu vermeiden. Ansonsten hab ich bloß ab und an angehalten, um herauszufinden, wo ich gerade bin und ob ich noch richtig fahre.

Gibt's unterwegs Sehenswürdigkeiten, bei denen man ruhig mal Rast machen könnte?

Ja, klar, da gibt's bestimmt zehn verschiedene sehr schön gelegene Biergärten, die ich aus mir nicht mehr ersichtlichen Gründen alle habe links liegen lassen. Außerdem an der Wuppermündung ein Brückencafé mit selbstgebackenem Kuchen.

Also doch eine Radtour, die man auch mit Kindern unternehmen kann?

Ja, schon, aber da sollte man dann wirklich mehrere Pausen einplanen, das wird sonst zu viel.

Hast du dich denn inzwischen von den Strapazen erholt?

Also am selben Abend hab ich mich keinen Millimeter mehr bewegt, aber am nächsten Morgen bin ich wieder wie immer mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass mir die zwölf Kilometer jetzt echt wenig vorkommen.

Und jetzt? Auf den Geschmack gekommen? Machst du das jetzt öfter?

Nach Köln radeln? Eher nicht. Aber von Düsseldorf nach Rotterdam fände ich dann schon wieder interessanter. Allerdings nur mit Gangschaltung - so sehr ich mein puristisches Hollandrad liebe, für längere Touren ist es leider nur bedingt geeignet.

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