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Von Düsseldorf nach Köln mit dem Rad - Die Fahrrad-Challenge Teil 1: Der Hinweg


Wenn man in Düsseldorf arbeitet und sich für digitales Marketing interessiert, ist es eigentlich eine klare Sache, dass man auch bei der dmexco in Köln (digital marketing exposition & conference) vorbeischaut.

Dem weit verbreiteten Vorurteil, Kölner und Düsseldorfer wollten eigentlich am liebsten überhaupt nichts miteinander zu tun haben, zum Trotz, pendeln täglich tausende braver (oder mutiger?) Arbeitnehmer hin und her, und das üblicherweise entweder mit dem Zug oder mit dem Auto. Denn: viele Wege führen von Köln nach Düsseldorf. Auch viele Radwege?
Wir haben das für euch mal gestetet und unsere Mitarbeiterin Nike mit dem Rad zur dmexco geschickt. Einmal Düsseldorf-Köln und wieder zurück. Hin ging's linksrheinisch, zurück dann entlang der berühmten Rheinschiene auf der rechten Rheinseite.

Heute berichtet sie uns von der Hinfahrt, am Donnerstag folgt dann das Interview zur Rückfahrt.

Zurückgelegte Route eingezeichnet auf einer Karte

Fangen wir mal mit den harten Fakten an: Wie weit ist das eigentlich von Düsseldorf nach Köln?

Das hängt ganz davon ab, welche Route man wählt. Die linksrheinische Tour hatte ziemlich genau Marathon-Distanz, also knapp 42 Kilometer.

Wie lange hast du dafür gebraucht?

Zweieinhalb Stunden.

Bist du einfach durchgefahren oder hast du unterwegs Pausen eingelegt?

Ich hab immer mal wieder anhalten müssen, um auf Google Maps zu gucken, wo ich lang muss und ob ich noch richtig bin, aber ansonsten hab ich keine Pausen gemacht. War auch nicht wirklich notwendig. Ich bin nicht so wahnsinnig schnell gefahren, dass ich völlig entkräftet angekommen wäre.

Klingt, als sei die Strecke nicht wirklich anspruchsvoll?

Ist sie auch nicht. Meistens ist es flach und ich hab einen Radweg genommen, der entweder direkt neben der Bundestraße oder neben den S-Bahn-Gleisen verlief. D.h. die meiste Zeit fährt man einfach schnurgerade vor sich hin. Ab Worringen wird es dann ein bisschen unterhaltsamer, da gibt's den ein oder anderen Hügel und man teilt sich die Straße mit dem Schwerlastverkehr - Nahtoderlebnis inklusive.

Hast du dir die Strecke denn bewusst so ausgesucht?

Nicht wirklich. Ich hab einfach Start und Ziel bei Google Maps eingegeben, als Verkehrsmittel 'Fahrrad' gewählt und bin losgeradelt. Man hat dann noch die Auswahlmöglichkeit, an welcher Hauptverkehrsader man entlangradeln möchte, aber das ist es dann auch schon. Zumindest linksrheinisch!

Was gab's denn auf der Route so zu sehen?

Ähm, nichts? Oder zumindest nichts wirklich sehenswertes, wenn man mal von einem kurzen Blick auf das Dormagener Stadtzentrum und einem kurzen halbwegs idyllischen Streckenabschnitt in Worringen absieht. Der Rest ist wirklich einfach nur langweilig. Und zum Teil auch echt hässlich, zum Beispiel, wenn man durch den Dormagener Chem-Park fährt. Das ist wirklich nur was für Hardcore-Industriearchitekturfans. Außerdem müffelt es ein wenig.

Also nix für einen gemütlichen Sonntagsausflug mit Kind und Kegel?

Um Gottes Willen, nein! Vielleicht gibt es da eine Route, die direkt am Fluss entlangführt und die wirklich richtig toll ist, aber die Strecke, die ich gefahren bin ist erstens öde und zweitens für Kinder auch viel zu gefährlich - man fährt ja wirklich die ganze Zeit neben dichtbefahrenen Bundestraßen her und durch das relativ große Industriegebiet südlich von Dormagen ist der Anteil an Schwerlastverkehr auch nicht unerheblich. Das ist definitv nix für Kinder.

Aha, du würdest die Route also vermutlich nicht nochmal nehmen?

Nein, eher nicht.

Aber mal abgesehen von der Strecke, wie war das so, zweieinhalb Stunden am Stück zu radeln? Macht man ja auch nicht jeden Tag, oder?

Das stimmt, das war aber tatsächlich halb so wild. Ich hab ja nicht versucht, irgendwelche Streckenrekorde aufzustellen und bin ganz gemütlich vor mich hin gegondelt. Ich fahre aber auch so relativ viel mit dem Fahrrad, von daher war das jetzt eher langweilig als anstrengend.

Mit was für einem Rad bist du denn unterwegs?

Mit einem relativ schweren Hollandrad ohne Gangschaltung. Das ist bei Gegenwind ein bisschen lästig, aber zählt ja alles als Workout, oder?

Auf jeden Fall! Bist du denn dann in Köln auch mit dem Rad zur Messe oder dann doch lieber auf die Straßenbahn umgesteiegen?

Naja, wenn schon denn schon! Ich bin im Kölner Süden bei Freunden untergekommen und bin morgens einfach einmal quer durchs Stadtzentrum nach Deutz geradelt.

Düsseldorf hat ja einen nicht besonders guten Ruf, wenn es um Radwege in der Innenstadt geht. Wie ist denn das in Köln?

Besser als gedacht. Vor allem besser überwacht: ich hab tatsächlich gleich auf den ersten paar Metern zwanzig Euro hinblättern müssen, weil ich auf einem sehr großzügigen Radweg in die falsche Richtung gefahren bin. Und das, obwohl ich weit und breit die einzige Menschenseele war - wenn man mal von den sieben Polizisten absieht. Aber so ärgerlich das für mich auch war, ist es ja doch ein gutes Zeichen: man nimmt Radfahrer als Verkehrsteilnehmer wahr. Und es gab ja auch einen Radweg auf der anderen Seite, dafür hätte man halt nur ein wenig an der Ampel warten müssen. Ich habe mir dann auch sagen lassen, dass in Köln derzeit extrem viel kontrolliert wird, aber auch viel Geld (vermutlich exakt die Summe, die man uns Radfahrern abzwackt...) in neue Radwege investiert wird. Und das merkt man tatsächlich.

Ist das in Düsseldorf anders?

Zumindest in der Innenstadt: ja. Man kann in Düsseldorf die wirklich kritischen Bereiche gut umfahren, wenn es einem nichts ausmacht, am Rheinufer entlang zu radeln, aber wenn das ein Riesenumweg ist, dann muss man eigentlich permanent damit rechnen, von irgendeinem unaufmerksamen Autofahrer umgenietet zu werden. Radwege sind oft sehr schmal und nicht unbedingt im besten Zustand. Und oft spart sich die Stadt auch die Mühe, Radwege auszubauen und gibt einfach Gehwege für Fußgänger und Radfahrer frei. Das ist dann zwar besser, als im Berufsverkehr zwischen Lastwagen und Taxis auf der Straße zu fahren, aber trotzdem suboptimal, weil Fußgänger und Radfahrer eben auch völlig unterschiedliche Gehwegnutzungsbedürfnisse haben.
In den Außenbezirken sieht das hingegen komplett anders aus: da gibt es etliche sehr guter Radwege, die auch noch wunderbar ausgeschildert sind.

Das heißt, wenn es um innerstädtische Radwege geht, gewinnt Köln?

Ach, naja. Der Berufsverkehr ist für Radfahrer in beiden Städten blöd. Aber in Köln sind einfach mehr Radfahrer unterwegs und das spiegelt sich in der Anzahl der Radwege auch wieder. Da ist in den letzten zehn Jahren einfach viel mehr für Radfahrer gemacht worden - auch wenn die Kölner das vermutlich anders sehen.

Gib uns mal eine kleine Vorschau auf die Rückfahrt: wie war's? Genauso langweilig oder richtig schön?

Nee, nee das war eine ganz andere Nummer: auf der rechten Rheinseite fährt man ganz toll am Rheinufer lang und ist wirklich die meiste Zeit im Grünen, das hat schon echt Spaß gemacht. War allerdings auch ein ganzes Stück weiter.

Landschaftsaufnahme mit weitem Feld und Stadt am Horizont auf dem Weg von Düsseldorf nach Köln
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