Parkvogel am Flughafen Düsseldorf
Neuseeland

Kommt mit von Nord nach Süd

Neuseeland
Namibia

Ab in die Dünenwüste

Namibia
Äthiopien

Verbringt mit uns Silvester in Konso

Äthiopien

Mit Nils durch Japans Metropolen: Tokio, Kyoto und mehr!


Wir Parkvögel waren selber leider noch nicht in Japan, dabei findet doch jedes Jahr der Japan Tag in Düsseldorf statt und somit wären wir Düsseldorfer extra prädestiniert für einen Trip in dieses faszinierende Land.  So blieb uns bisher nur übrig Freunde und Bekannte zu nerven, uns davon zu berichten, wie beispielsweise schon Maori Kunigo und seine Frau Melle.

Aber wie es das Schicksal will, haben wir das Glück, dass es nun auch Nils dorthin verschlagen hat. Ab mit Nils nach Japan: Viel Spaß!

Reisebericht Japan August/September 2015

Japan – Das dürfte für viele mal ein ganz neues Reiseziel sein. Abseits der üblichen Fernreiseziele im Süden oder in die USA erlebt man hier gleich eine ganz andere Kultur und Lebenseinstellung. Und ich als Japan-Neuling (und zu Beginn auch Skeptiker) sage: Wer einmal dort war, will immer wieder hin.  

Ich war dort in der letzten August- und ersten Septemberwoche, in erster Linie mit der Uni, im Anschluss aber auch für eine Rundreise auf eigene Faust. Geflogen sind wir mit Turkish Airlines von Düsseldorf über Istanbul nach Narita – natürlich wurde das Auto am Flughafen beim Parkvogel geparkt [Anm. der Parkvogel-Redaktion: Das hat er ganz von alleine in diesen Bericht hier getippert! :-)]! Die Route ist eine günstige Alternative zum ANA-Direktflug ab Düsseldorf und aufgrund kurzer Umstiegszeiten in Istanbul durchaus zu empfehlen! Wenn man dann in Japan ankommt, erlebt man als erstes einen Schock (30 Grad, 90% Luftfeuchtigkeit) und dann eine Überraschung: Es gibt tatsächlich Züge, die pünktlich fahren! Mag man als Deutscher kaum glauben! Wer sich im Vorfeld (nur online zu erwerben) einen Japan Rail Pass kauft, der für eine Woche ca. 200€ kostet, kann beliebig oft mit nahezu allen Zügen im ganzen Land hin und her reisen. Auch mit den superschnellen Shinkansen.

Der Shinkanse am Bahnhof in Japan

Gerade für Rundreiser lohnt sich das auf jeden Fall, aber auch innerhalb Tokios kann man damit alle JR-Linien (vergleichbar mit dem deutschen S-Bahn-Netz) kostenfrei nutzen. Nur für die U-Bahn muss man extra zahlen. Und wer nicht gerade im August, sondern zur Kirschblüte im April oder zum Herbstlaub im Oktober reist, der kann das auch ohne lästiges Schwitzen!

Tokio ist für die meisten Touristen der erste Anlaufpunkt der Reise und sicher auch einer der überwältigenden Höhepunkte. Wer einmal in Tokio in der Rush-Hour mit dem Zug gefahren ist, der weiß, dass eine volle S-Bahn in Düsseldorf dagegen ein Kindergarten ist. Millionen von Berufspendlern in weißen Hemden und schwarzen Hosen strömen in die Züge und durch die Stadt – diese Enge wird am besten an der Shibuya-Crossing deutlich. Pro Ampelphase überqueren dort 15.000 Menschen die Kreuzung. Das ist meine halbe Heimatstadt – jede Minute!!!

Viel Gedränge und Hektik am Shibuya Crossing

Doch bei all diesem Gedränge und der Hektik: Die Japaner sind ein unfassbar höfliches Volk. Und so verbeugt sich ein Schaffner im Shinkansen nicht nur vor jedem Fahrgast, man fühlt sich auch ungemein sicher: Tokio ist eine der sichersten Großstädte der Welt. Man hat das ernsthafte Gefühl, hier würde einem niemand was zuleide tun! Wer einmal Super Mario & Co. hautnah erleben will, stiegt in Akihabara aus. Diese auch „Electronic Town“ genannte Straße bietet vom gebrauchten Nintendo DS bis zum nagelneuen Tablet alles was das Herz begehrt, meist deutlich unter europäischen Preisen. Doch Vorsicht: Wer zu lange in den Pachinko-Automatencasinos sitzt, könnte bei dem ganzen Blingbling und Lärm einen epileptischen Anfall erleiden.

Die Stadt Akhibara

Kaum zu glauben, dass Japaner so etwas nach der Arbeit zum Entspannen machen. Ruhige Abwechslung zum hektischen Alltag: Das Bücherantiquariat-Viertel in Kanda, wo man selbst Woyzeck findet – auf Deutsch!  

Wer mit dem Rail Pass mobil ist und Abwechslung vom hektischen Tokio sucht, der macht sich auf nach Kyoto. Die deutlich kleinere ehemalige Hauptstadt ist ausgesprochen jugendlich, entspannt und bietet mit ihren zahlreichen Tempeln viel Kultur. Wer den Kiyomizu-Tempel besucht, kann nicht nur moderne Geishas vor traumhafter Kulisse ablichten, sondern genießt darüber hinaus einen atemberaubenden Blick über die Stadt.

Blick auf die Stadt vom Kiyomizu-Tempel aus

Wer hingegen nach ernsthafter Bildung sucht, dem sei – wie eigentlich jedem Japan-Besucher – das Atombombenmuseum in Hiroshima ans Herz gelegt. Für nur 50 Yen Eintritt (35 Cent) erfährt man dort mit originalen Exponaten und einer herzergreifenden Geschichte alles zum schrecklichen Angriff vor 70 Jahren. Wer das Museum verlässt, der weiß, warum so etwas nie wieder passieren darf. Für viele Besucher dürfte es das beeindruckendste Erlebnis ihres Lebens sein. Von Tokio aus ist man mit dem Shinkansen in etwa 4-5 Stunden im 890km entfernten Hiroshima.

Park des Atombombenmuseeums in Hiroshima

In Japan kann man aber auch viele Kuriositäten erleben! Von Hello-Kitty-Verkehrsschildern über singende Bahnhofstoiletten bis hin zu Katzen-Cafés sollte man sich auf so manche Überraschung einstellen. Wichtig ist nur, dass man sich anpasst. Die Japaner sind so höflich, da möchte man einfach nicht negativ auffallen. Und so zieht man brav die Klo-Schläppchen an, die einem in vielen Gebäuden vor dem Toilettengang zur Verfügung gestellt werden. Nur ausziehen nicht vergessen, sonst wird man in der Stadt so doof angeschaut!  

Insgesamt ist eine Reise nach Japan allein schon wegen der Metropolen und der freundlichen, entspannten Menschen ihr Geld wert! Ich habe mir fest vorgenommen wiederzukommen, um mir dann auch die Natur und die vielen Nationalparks näher anzuschauen. Sayonara, Nippon!

Sonnenuntergang über Tokio

Meine Highlights und Reisetipps:

  • Aussichtsplattform im Rathaus von Tokio im 45. Stock (gratis!), inkl. Essen im dortigen Restaurant mit Blick über die Stadt, sehr günstig (6€ für einen Teller Spaghetti)
  • Kiyomizu-Tempel in Kyoto mit Blick über die Stadt
  • Shibuya-Crossing und Akihabara Electronic Town in Tokio
  • Atombombenmuseum in Hiroshima ist ein Must-See
  • Nishiki Food Market in Kyoto für die extravagante japanische Küche
  • Japan Rail Pass für günstiges und schnelles Reisen im Land

  

Danke Nils, dass du uns mitgenommen hast! DANKE DANKE DANKE!  

Und wer von Japan jetzt noch nicht genug bekommen hat: 

Unterwegs in Japan - Maori berichtet

Wie es als Halb-Japanerin im Rheinland ist und wie sie die Kulturunterschiede einschätzt, haben wir Akiko gefragt und natürlich verrät sie noch mehr. 

Und hier nimmt uns die wunderbare 'Zypresse unterwegs' über ihren Berliner-Familienzweig auch mit nach Japan.  

Und Nils war so lieb und hat den Parkvogel sogar mit nach Japan genommen :-) Im Hintergrund sieht man den Hanayashiki Freizeitpark, einer der kleinsten und ältesten Freizeitparks in Asien, im Stadtteil Asakusa in Tokyo. Danke Nils für diese prima Aufnahme aus dem Hotelfenster!

Parkvogeldose am Fenster in Tokyo
Pflichtangabe*


CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.