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Tipps für Langstreckenflüge - So übersteht ihr viele Stunden im Flieger


Blick aus dem Flugzeug auf Flügel und Wolken

Urlaub in Australien! Yeah!

Noch toller wär's ja, wenn das gleich nebenan läge und man nicht erst zwanzig Stunden mit fünfhundert Wildfremden auf engstem Raum zusammengpfercht in einem Metallzylinder mit fast 1000 Stundenkilometern durch die Troposphäre jagen müsste.

Da kann ich mir angenehmere Arten zu Reisen vorstellen. Aber für die Fahrt mit dem Containerschiff ist der Urlaub meistens zu kurz und die Urlaubskasse zu leer - Schiffspassagen sind viel teurer als Langstreckenflüge!

Also doch mit dem Flugzeug. Wenn man ein paar einfache Tipps beherzigt, dann sind Langstreckenflüge nur noch halb so schlimm:

1. Sei schlau bei der Sitzplatzwahl!

Ganz wichtig. Ein schlecht gewählter Sitz kann zwanzig Stunden schnell wie vierzig wirken lassen, und das gilt es zu vermeiden. Daher noch vor dem Online Check-in auf Seatguru gucken, wo die allerbesten Plätze sind und dann schnell reservieren. Seatguru ist deswegen toll, weil da einzelne Sitzplätze auch von Passagieren rezensiert werden - da kriegt man nochmal einen viel besseren Eindruck, warum welcher Sitz unbedingt zu vermeiden ist.
Natürlich ist es auch zum großen Teil abhängig von individuellen Präferenzen, wo man gerne sitzt und wo lieber nicht. Ich persönlich meide Mittelplätze wie der Teufel das Weihwasser und sitze eigentlich immer am liebsten am Fenster - da habe ich eine Wand, an die ich mich anlehnen kann und kriege auch noch ein bisschen was von der Außenwelt mit. Andere schwören auf Gangplätze, weil sie da schneller aufstehen und rumlaufen können. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Vermeiden sollte man allerdings immer, ich wiederhole: IMMER, Plätze in Toilettennähe. Das ist wirklich nur dann ein Vorteil, wenn man gerade an einer schlimmen Blasenentzündung leidet und selber ständig muss. 

2. Mach's dir bequem!

Wer komplett aufgebrezelt, in High Heels und Röhrenjeans den Flieger betritt hat entweder Wechselklamotten im Handgepäck oder nicht alle Nadeln an der Tanne. Langstreckenflüge sind so ziemlich die einzige Gelegenheit bei der Modesünden großzügig vergeben werden. Das ist DIE Gelegenheit, der Welt deine Lieblingsgammelhose zu präsentieren und keiner kann's dir übel nehmen. Zwanzig Stunden rumsitzen ist schon schlimm genug, aber dabei auch noch von der eigenen Kleidung gepisackt werden, muss nun wirlich nicht sein.

3. Flüssigkeitszufuhr nicht vergessen!

Jaja, man darf keine 1,5-Liter Wasserflaschen mehr durch die Sicherheitskontrolle nehmen, schon klar. Man darf aber im Duty Free-Bereich welche kaufen und mit an Bord nehmen. Und auch wenn es da immer unverschämt teuer ist, sollte man diese Investition doch tätigen. Die Luft im Flugzeug ist extrem trocken und eine Katastrophe für die Schleimhäute - da ist viel trinken Pflicht!

4. Regelmäßig aufstehen und ein bisschen rumlaufen.

Leichter gesagt, als getan und wenn die 'Fasten your seatbelt'-Zeichen leuchten auch gar nicht erlaubt, aber wenn es irgendwie möglich ist, steht ab und ab auf und geht mal den Gang hoch und runter. Das beugt der bösen Thrombose vor und sorgt dafür, dass euch nicht ständig die Beine einschlafen.

5. Entertainment!

Einer der wichtigsten Punkte, denn nichts macht lange Flüge länger als Langeweile. Bei den meisten Airlines ist das On Board-Entertainmentprogramm schon ziemlich gut. Da gibt's Dutzende relativ aktueller Kinofilme, Serien, Kinderfilme, Musik, Radioprogramme und sogar Videospiele. Aber um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man sich unbedingt - je nach Neigung - ausreichend Lesematerial z.B. auf dem Kindle oder dem Tablet mitbringen. Auch ein eigener Film- bzw. Serienvorrat kann nie schaden. Außerdem Ladekabel nicht vergessen! Meistens kann man seine Devices via USB-Kabel am Sitz aufladen. 

6. Schlafen, schlafen, schlafen.

Wer's denn kann. Fällt den meisten im Sitzen ja nicht so wirklich leicht und erholsamer Schlaf ist auch irgendwie anders, aber trotzdem ist Schlaf die allerbeste Möglichkeit, die Zeit so schnell wie möglich rumzukriegen. Von Schlaftabletten und stärkeren Beruhigungsmitteln raten wir allerdings ab - im Falle eines Notfalls möchte man ja doch in irgendeiner Weise reaktionsfähig sein.

7. Kopfhörer mitnehmen.

Wer das entsprechende Budget hat, kann auf richtige Noise Cancelling Headphones zurückgreifen, damit hört man nicht mal das leiseste Rauschen (allerdings sind sie meistens etwas klobiger, von daher ungeeignet für das Minimalisten-Handgepäck). Aber eigentlich tun es auch schon die Kopfhörer, die man auch im Alltag zum Musikhören oder als Headset verwendet. Und selbst wenn das nur ein ganz simples Modell sein sollte, ist das im Zweifel allemal besser als die Gratis-Kopfhörer der Airline.

8. Feuchtigskeitscreme und Nasenspray.

Meine Geheimwaffen, weil ich nichts schlimmer finde, als komplett ausgetrocknete Schleimhäute und vor Trockenheit gespannte Haut. Viele Handcremes kann man (auch wenn die Kosmetikindustrie gerne das Gegenteil behauptet) ohne Probleme ins Gesicht schmieren und umgekehrt, von daher reicht meist eine Tube für beides.

9. Warm einpacken.

Im Flugzeug ist es kalt, wer daher sowieso schon zu den Schnellfrierern zählt, sollte sich unbedingt warm einpacken. Lange Ärmel und dicke Socken sind ratsam, ein Halstuch nie verkehrt.

10. Handgepäck schlau packen.

Und zwar so, dass man nicht nur an Bord bestens versorgt ist (Feuchtigkeitscremes, Wasser, Snacks, Unterhaltungselektronik nebst Ladekabeln, etc.), sondern auch - für den Fall, dass die eingecheckten Koffer nicht gleichzeitig am Reiseziel ankommen - so, dass man 1-2 Tage auch ohne sein Gepäck auskäme. D.h. Zahnbürste, Ersatzsocken, Wechselunterwäsche und alles, was man so für die Morgentoilette für unabdingbar hält (gibt's ja auch alles in reisetauglichen Größen). Außerdem ghören alle wichtigen Dokumente unbedingt ins Handgepäck. Kreditkarten, Hotelreservierungsbestätigungen und Notfallrufnummern bringen einem gar nix, wenn sie im Koffer irgendwo am anderen Ende der Welt in einer verlassen Gepäckabfertigungshalle liegen.

GUTEN FLUG!!

Wer jetzt auch noch wissen möchte, was man alles im Flieger nicht anstellen sollte, der kann das hier nachlesen. Achso, und auch wenn das jetzt nach ganz viel Aufwand und Planerei klingt - die Reise ist es immer wert! Sogar, wenn es zu richtigen Urlaubskatastrophen kommt.

Ein Beitrag von Nike Oesterle vom Parkvogel-Team.

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