Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Unberührte Inselwelten und uralte Rituale

Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Wandern durch die Hohe Tatra zwischen Polen und der Slowakai


Hohe Tatra - so nah und doch so fern!

Fast gänzlich unbekannt tummelt sich eines der schönsten Wandergebiete im Osten Europas. Obwohl die Tatra als „kleinstes Hochgebirge der Welt“ bezeichnet wird, versicherte der Mitarbeiter der Buchhandlung, noch nie einen entsprechenden Reiseführer in seiner langjährigen Anstellung verkauft zu haben, geschweige denn danach gefragt worden zu sein.  

Wandern von Zakopane nach Štrbské Pleso und über Vysoké Tatry zurück

Trotz dieser ersten Widrigkeit steht die Route schnell fest: Von Zakopane nach Štrbské Pleso und über Vysoké Tatry zurück nach Zakopane. Nicht zu lang und nicht zu kurz! Einfach schön rund dieser Rundwanderweg.

Nur wenige Flugstunden trennen deutsche Flughäfen von den wichtigsten Knotenpunkten in Polen. Vom Flughafen Düsseldorf erreicht man beispielsweise Warschau und von Dortmund Krakau. Dann weiter mit Bus oder Zug und Zakopane, der Ausgangspunkt der Reise, ist schnell erreicht.

In Zakopane werden das erste Mal die Wanderschuhe geschnürt

In Zakopane startet die Wandertour sofort mit einem längeren Fußmarsch zum Campingplatz Pod Krokwia nahe den Skisprungschanzen. Aber der Weg ist das Ziel, in diesem Fall: etwas rustikale Hütten mit Schaukel davor. Der Schlafplatz ist gesichert und nun wird der Bauch gepflegt. Die Ausgehmeile von Zakopane ist voller Restaurants, die sich gegenseitig in der Produktion des leckersten Grillgeruchs zu übertreffen suchen und jeder Biergarten verfügt selbstverständlich über einen Kinderspielplatz - auch die Kleinen sollen schließlich auf ihre Kosten kommen.
Der erste Eindruck auf dieser unvergesslichen Wanderreise: die Polen sind sowohl fleisch- als auch kinderfreundlich.

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Raus aus den Federn und ab zum ausgeschilderten Wanderweg, der nur wenige Minuten entfernt am 'Tor' zur hohen Tatra wartet. An den Skisprungschanzen vorbei und einmal links und das Abenteuer beginnt. Das Wort „hohe“ in hohe Tatra ist hiermit als Wink mit dem Zaunpfahl zu verstehen: Es geht von Anfang an steil hinauf, doch mit normaler bis guter Kondition und einem roten Kopf sind die Höhenmeter zu bewältigen. Kraxel, kraxel, auf geht’s!

Vorbei an Bächen, durch Wälder weit weit hinaus in die Höhe

Von nun an führt die Route durch Wälder, an kleinen Bächen vorbei, immer höher und immer tiefer in die Hohe Tatra hinein Richtung Giewont. Mal schlängeln sich die Wege durch grüne Hügellandschaften, mal über Stock und Stein und an Gletscherseen vorbei. Hinter Giewont ist die slowakische Grenze nicht mehr weit. Bei den zeitweise stetigen Grenzüberquerung von Polen in die Slowakei und zurück mag so manches Mobiltelefon verrückt spielen, während der Wanderer ganz verzückt ist von der unvergesslichen Landschaft. Und immer weiter geht es hinein in den slowakischen Teil der Hohen Tatra.

Ein paar Tage Pause in Štrbské Pleso

Ist Štrbské Pleso erreicht, waren die Füße schon tapfer, so dass ein zwei- bis dreitägiger Aufenthalt zur Erholung eingeplant werden sollte. Den vom Wanderrucksack befreiten Rücken wird zusätzlich ein Hotelbett gegönnt. Juchuu! Die wunderschöne Landschaft kann in Tagesausflügen erkundet und so mancher Abstieg - den Aufstieg hat man schließlich schon bewältigt - durch den Skilift vermieden werden. Da baumelt die Seele und die Fuße gleich mit. Dazu steht in Štrbské Pleso alles im Zeichen der Schafe und das Reisemitbringsel ist auch gefunden. Schlüsselanhänger, Wollsocken, Pudelmützen und Stofftierschafe in Hülle und Fülle, mäh!

Das Weg ist das Ziel, aber zurück nach Zakopane

Nachdem der Wanderrucksack wieder angeschnallt ist, geht es auf der anderen Seite des Sees (Pleso auf gut polnisch) immer höher hinauf bis einem der Atem durch  Anstrengung und Aussicht stockt. Ein letzter Blick und man zieht weiter gen Vysoké Tatry und zum schwarzen Teich, dem Velké Hincovo Pleso.

Danach sind die letzten Reserven gefragt, denn nun beginnt der Aufstieg zur allein schon durch ihre Lage auf 2015 Metern beeindruckenden Hütte Téryho chata. Selbst für Vögel ist das hoch, doch die Bergkulisse entschädigt für jede Blase und jede Schweißperle. Ist dieser Aufstieg geglückt, neigt sich die Reise langsam dem Ende zu und der Rückweg nach Zakopane steht bevor. Die müden Knochen bäumen sich ein letztes Mal auf, während das Auge von der Landschaft noch überwältigt ist.

Hohe Tatra auf einen Blick:

Route: Zakopane - Štrbské Pleso -Vysoké Tatry -Zakopane

Dauer: ca. 8 bis 12 Tage (abhängig vom Aufenthalt an so manch wunderschöner Zwischenstation, der Routenauswahl, geschafften Tageskilometern sowie Ruhetagen)

Höhenmeter: Je nach Routenauswahl können in einer Tagesetappe bis zu 800 Höhenmeter anfallen.

Hütten: Vorbuchen ist angeraten. Aufgrund polnischer wie slowakischer Gastfreundschaft findet sich jedoch im Notfall immer ein Platz zum Schlafen - auch wenn es der Boden im Gang oder eine Pritsche im Keller sind.

Ausrüstungstipps: Trotz zumeist gut ausgeschilderter Routen (angegebene Wanderzeiten können hinterfragt werden) empfiehlt sich eine Wanderkarte, die sich an mancher Abzweigung als sehr nützlich erweisen kann. Wanderstöcke sind ein Kann, aber kein Muss. Bei teilweisen steileren und steinigen Abstiegen geben sie Sicherheit und der Hosenboden bleibt sauber. Über eine vorherige Tollwutimpfung sollte nachgedacht werden, sie ist allerdings aufwendig und nicht unbedingt preiswert.

Aber das Wichtigste: Wanderlust einpacken!