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Island kulinarisch genießen - Vom Hotdog bis zum Gammelhai ist alles dabei!


Wer nach Island reist, muss natürlich auch ab und zu mal was essen. Und von der isländischen Küche weiß man als gewöhnlicher Mitteleuropäer wenig bis gar nichts. Fisch gibt’s da, oder? Fangen die nicht auch noch Wale? Und Robben? Um die Küche im hohen Norden ranken sich zahlreiche Legenden. Vor allem überliefert durch Touristen, denen auf einer der zahlreichen geführten Wandertouren der sogenannte Hákarl als kulinarische Mutprobe präsentiert wird.

Und das ist ja wirklich eine etwas gewöhnungsbedürftige Nummer: einmal eine Portion kontrolliert verwestes Grönlandhaifleisch, bitte! Da überlegt man schon mal etwas länger, ob’s denn dann noch ein Nachschlag sein soll.

In Island wartet eine abwechslungsreiche Küche auf den Reisenden

Wer nun aber fürchtet, in isländischen Restaurants bekäme man ausschließlich Fleisch, das sich nur mittels hochprozentiger Beigetränke runterspülen ließe, irrt gewaltig.  Die isländische Küche ist ausgesprochen vielseitig und kreativ. In fast jedem Supermarkt findet sich eine große Fischecke, in der man u.a. Rochen, Schellfisch, Kabeljau, Steinbutt, Aal, Seehase, zahlreiche Sorten Muscheln, Langusten und Hummer kaufen kann.

Auch die Fleischliebhaber kommen auf ihre Kosten. Da Hormone und Antibiotika, Herbizide und Pestizide verboten sind und ausländisches Fleisch gar nicht erst importiert werden darf, wird sichergestellt, dass wirklich nur auf dem Teller landet, was sich Zeit seines Lebens von Kräutern, Pilzen und Beeren ernährt hat, und zwar zumeist in freier Wildbahn. Ob Schwein, Rind, Pferd oder Rentier – das Fleisch zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr aromatisch ist. Vom isländischen Lamm sagt man sogar, es sei noch besser als das neuseeländische. Und das will wirklich etwas heißen.

Wer Geflügel bevorzugt, kann neben Huhn, Pute, Gans und Ente auch Exoten wie Papageientaucher und Alken probieren. Parkvögel allerdings, sind auch auf Island vom Verzehr ausgeschlossen.

Dank der weit verbreiteten Nutzung der Geothermie kann in den isländischen Gewächshäusern auch Obst und Gemüse gezogen werden, das sonst unter den eher rauen klimatischen Bedingungen niemals gedeihen würde. Die isländische Küche ist bekannt dafür, die traditionelle europäische Küche mit heimischen Exoten zu kombinieren. (Quelle: Island Gourmet)

Ganz besondere isländische Spezialitäten

Ich kann jedem Besucher nur empfehlen, sich auf die isländischen Spezialitäten einzulassen, und einfach mal drauflos zu probieren.

Hangikjöt zum Beispiel, die isländische Version von Räucherlamm. Das Lammfleisch ist sowieso schon wunderbar aromatisch, weil das Tier sein Leben in der Wildnis des isländischen Hochlands verbrecht hat. Nach der Schlachtung wird das Fleisch über Birkenzweigen und Schafsdung geräuchert, was den ganz eigenen Beigeschmack noch verstärkt. Serviert wird Hangikjöt üblicherweise mit Kartoffeln, Béchamel Sauce, rote Beete und Erbsen.

Oder Skyr! Ein Weichkäse auf Quarkbasis, den man am besten mit Milch, ein wenig Zucker und einer Handvoll Blaubeeren verrührt und leicht gekühlt genießt. Sensationell lecker! Und sensationell gesund, Skyr enthält nämlich so gut wie gar kein Fett, dafür aber jede Menge Kalzium und Vitamine.

Legendär ist übrigens auch der isländische Hot Dog, Ein með öllu. Das Würstchen besteht aus Lammfleisch, was an sich schon speziell genug ist, aber das besondere ist, wie es serviert wird: mit allem nämlich. Ketchup, brauner Senf, rohe Zwiebeln, gebratene Zwiebeln und Remoulade. Reykjaviks Hot Dogs sind so beliebt, dass die Isländer sogar mitten im Schneesturm brav anstehen, weil: ein Tag ohne Hot Dog ist ein verlorener Tag.

Gammelhai auf einen Biss:

Aber natürlich möchte ich niemanden davon abhalten, auch die verwegeneren Leckereichen Islands zu probieren. Hier also das Rezept für Hákarl:

Für die Zubereitung unbedingt ein paar Monate einplanen, Grönlandhai kann man nämlich nur fermentiert essen, frisch vom Kutter ist er völlig ungenießbar. Das hat damit zu tun, dass Plattenkiemer Harnstoff im Blut anreichern, was ihnen beim Druckausgleich unter Wasser hilft. 

Zubereitung:

Hai ausnehmen, entgräten, säubern und waschen. Grube aus grobkörnigem Kies buddeln und den Hai vergraben. Dann schwere Felsblöcke drauf, damit das Fleisch ausgepresst wird. Im Sommer das Ganze  6-7 Wochen liegen lassen, im Winter 2-3 Monate. Danach das Haifleisch für 2-4 Monate in eine offene Trockenhütte hängen, damit der Ammoniak entweichen kann.Wenn das Fleisch fest und trocken ist, kann es serviert werden.

Vor dem Essen dir braune Kruste entfernen und das weißliche Fleisch mit einem Gläschen Brennivín servieren. Hákarl kann bei übermäßigem Genuss Durchfall verursachen. Und er ist nicht jedermanns Sache. Manche sagen, der intensive Geschmack erinnere sie an „überreifen Romadur im Endstadium mit einem Schuss Pferdeurin“.
Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntermaßen nicht streiten. 

Zutaten:

1 Grönlandhai
1 Paar solide Putzhandschuhe (am besten während des gesamten Prozesses tragen. Sie möchten nicht, dass Ihre Finger nach Gammelhai riechen, vertrauen Sie mir.)
1 Kiesgrube
2-5 schwere Felsen
1 Trockenhütte
1 große Flasche Brennivín

Dauer: ca. 6 Monate, jahreszeitenabhängig. 

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