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Reisebericht Mailand - Mailand bietet mehr als Shopping: Kultur, Kirchen, Sehenswürdigkeiten!


Mailand ist eine der interessantesten Städte Italiens. Und das will was heißen, denn in Italien ist ja fast alles interessant: Rom, Florenz, Venedig, Pisa, die Apenninen, Südtirol, Sizilien, Stromboli, Pompeji. Das Land ist eines der abwechslungsreichsten und schönsten der Welt, und trotzdem schafft es Mailand, hervorzustechen. Und was man in Mailand nicht alles gesehen haben muss...fangen wir mehr oder minder sportlich an :-)

Beim Cardio-Shopping elegant bleiben, das ist Mailand

Mailand eilt ein Ruf voraus, und zwar der, eine besonders elegante Stadt zu sein, eine modebewusste noch dazu. Nicht umsonst zieht die Mailänder Modewoche, die Settimana della moda di Milano, viermal im Jahr tausende Besucher an, und das seit über fünfzig Jahren. Mode wird in Mailand ganz groß geschrieben, so ziemlich jeder italienische (und übrigens auch nicht-italienische) Designer von internationaler Bedeutung hat eine Boutique in den kleine Gassen rund um die Piazza del Duomo, den Domplatz. 

Wer zum Shoppen nach Mailand fährt, kann das getrost als Cardio-Workout verbuchen - glaubt man, die Einkaufmeile hinter sich zu haben, folgt direkt die nächste. Im sogenannten Goldenen Quadrat, dem Quadrilatero d'Oro zwischen Via della Spiga, Via Manzoni, Via Sant'Andrea und Via Montenapoleone bleibt einem schon beim Anblick der Preisschilder die Luft weg.

Mailand

Faszinierende Fassaden - in Mailand am besten immer nach oben schauen

Allein ein Bummel durch das prächtige Luxus-Einkaufszentrum La Rinascente, direkt gegenüber vom Dom kann Stunden verschlingen. Wer schon mal da ist, kann direkt danach die Galleria Vittorio Emmanuele II besichtigen. Sie liegt gleich nebenan und kann getrost als eine der schönsten Passagen der Welt bezeichnet werden.
Durch einen prachtvollen Triumphbogen gelangt man in die kreuzförmig angelegte Passage, die mit einem Glasdach überspannt ist. Zwischen all dem Marmor, Stuck und den zahlreichen Fresken finden sich die Zweigstellen von Prada, Gucci und Co. Ein Schaufensterbummel lohnt sich. 

Außerdem verbindet die Galleria die zwei meistbesuchten Touristenmagneten Mailands: den Dom und das Teatro all Scala.

Mailand, deine Kirchen! Und der Dom vorne weg.

Der Mailänder Dom ist die drittgrößte Kirche der Welt (nur geschlagen von der Kathedrale von Sevilla und dem Petersdom, natürlich) und mit Sicherheit eine der Schönsten. Ganze 600 Jahre dauerte es, die Kathedrale zu bauen, wobei alleine 300 Jahre benötigt wurden, um sich auf eine Fassade zu einigen.

Wenn man an die großen Bauskandale der Gegenwart denkt, kann einen das fast versöhnlich stimmen - früher lief's anscheinend auch nicht besser.

Allerdings kann man auch ganz deutlich sehen, wofür so viel Zeit benötigt wurde: die Außenfassade des Doms schmücken über 4000 Skulpturen und Spitztürmchen, im Fachjargon Fialen genannt, alles mit feinsten Zierwerk versehen. Die beteiligten Steinmetze und Bildhauer wollten ganz offensichtlich zeigen, was sie drauf haben. Man weiß gar nicht, wohin man zuerst schauen soll.

Im Inneren des Doms gibt es einiges zu besichtigen: die fünf Kirchenschiffe, die berühmten bunten Glasfenster, die Krypta mit Fresken, die das Leben des hl. Borromäus nacherzählen, den unermesslich wertvollen Domschatz, eine der größten Kirchenorgeln der Welt und nicht zuletzt den heiligen Nagel und einen Splitter vom Kreuz Jesu, die in 45m Höhe über dem Hauptaltar hängen.

Dom Aussicht

Die Dachtearrassen des Mailänder Doms - beeindruckende Aussicht bis zu den Alpen

Das alles zu sehen ist schon ziemlich beeindruckend, der Mailänder Dom wartet allerdings noch mit etwas ganz Besonderem auf: man kann auf seinem Dach spazieren gehen. Ganz dicht dran an den Turmspitzen und Skulpturen, kann man noch viel besser erkennen, wie wunderschön die Figuren aus weißem Marmor tatsächlich sind und mit wie viel Kunstfertigkeit die Handwerker damals zu Gange waren. Bei schönem Wetter hat man einen sagenhaften Blick über die gesamte Stadt bis hin zu den südlichen Ausläufern der Alpen. Unbedingt Kamera mitnehmen!

Wer jetzt sein Pensum an Sakralbaubesichtigungen noch nicht erfüllt hat, geht am besten direkt weiter zur Santa Maria delle Grazie, in deren Speisesaal (sehr passend gewählter Ort, wenn ich das hier mal erwähnen darf) man eines der berühmtesten Gemälde Leonardo da Vincis besichtigen kann: das letzte Abendmahl. Noch besser ist es allerdings, nicht zu Fuß zu gehen, sondern die wunderbar altmodische Straßenbahn zu nehmen, Fahrkarten gibt's in den Tabakläden, die man an fast jeder Ecke findet.

Teatro alla Scala - Mailands schönste Oper

Eine weitere Sehenswürdigkeit Mailands ist, wie schon erwähnt, die berühmte Oper, das Teatro alla Scala. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich hier unbedingt eine Aufführung ansehen, die Atmosphäre im Inneren ist einmalig. Informationen über den Spielplan gibt's hier. Wer jedoch nicht an Karten kommt sollte trotzdem in das Museum des Theaters gehen und sich die beeindruckenden Räumlichkeiten der Oper anschauen.

Parco Sempione - ein gelungener Abschluss in Mailand

Um nach so viel Konsum und Kultur die Seele ein wenig baumeln zu lassen, geht man am besten in den Parco Sempione. Dort kann man gut in der Sonne liegen und hat gleichzeitig einen wunderbaren Blick auf das Castello Sforzesco (ein Labyrinth von einem Schloss aus dem 15. Jahrhundert, das neben fast einem Dutzend anderer Museen und Archive das sehr sehenswerte Museum für antike Kunst und das Paläontologische Museum beherbergt) und den Arco della Pace, der an den europäischen Frieden von 1815 erinnern soll.

Wer jetzt langsam hungrig wird, dem sei die Antica Trattoria della Pesa empfohlen. Gerade die traditionellen italienischen Gerichte schmecken hier ganz fantastisch. Großartige Burger und Panini gibt es in der Bar della Crocetta.

Mailand auf einen Blick:

Hinkommen: Am einfachsten per Direktflug ab Düsseldorf. Dauert knapp zwei Stunden, weswegen sich Mailand perfekt für einen Wochenendausflug eignet.

Beste Reisezeit: Ganzjährig. Aber natürlich am schönsten Mai bis Oktober, weil man dann auch Ausflüge in die nahegelegenen Alpen machen kann und die sind ja bei Sonnenschein besonders großartig.

Aufgepasst: Wo viele Touristen sind, gibt's auch Taschendiebe. Vor allem auf dem Domplatz etwas aufpassen.

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