Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Unberührte Inselwelten und uralte Rituale

Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Mallorca - 3 Gründe für einen Urlaub auf der Trauminsel im Mittelmeer


Über Mallorca wird ja immer und ständig und viel geschrieben. Kaum ein Reiseziel wird ähnlich kontrovers diskutiert wie des Deutschen liebste Insel. Die einen denken sofort an Ballermann und den berühmt-berüchtigten Strand von El Arenal, die anderen weisen beim Thema 'Malle' sofort darauf hin, dass sie - wenn überhaupt -  natürlich ausschließlich ins Hinterland reisen würden. 
Von aller Diskussion mal abgesehen reisen immerhin etwas über 4 Millionen Deutsche jährlich nach Mallorca. Das ist ungefähr so, als ob die gesamte neuseeländische Bevölkerung ihre Koffer packen und den Sommer in Palma verbringen würde. Ganz schön viele Menschen. Irgendwas muss also dran sein, an der Insel.

Und natürlich finden sich auch online zahllose Ratgeberseiten, die entweder mit dem relativ einseitigen Negativ-Image Mallorcas aufräumen wollen (so zum Beispiel die GEO) oder aber direkt mit jeder Menge Geheimtipps für das ballermannferne Klientel (im Merian hübsch nachzulesen oder auch hier im Spiegel) aufwarten. Und es ist wirklich für jeden etwas dabei: egal ob man nur 72 Stunden Zeit hat und soviel wie möglich sehen möchte, oder ob man es auf ein kulturelles Ausdauerprogramm angelegt hat.

Wirklich Neues und wirklich Geheimes ist da schwer zu finden, das Internet ist ja ein sehr öffentlicher Ort an dem selten etwas lange unbeachtet bleibt. Darum finde ich's immer am schönsten, von ganz persönlichen Reiseerfahrungen zu lesen.

Und Mallorca ist einfach ein schöner Fleck Erde. Das Meer ist sagenhaft blau, das Wetter meistens gut und die Einheimischen freundlich. Grund genug, selber einmal die Koffer zu packen und in den Flieger zu steigen. Mallorca eignet sich super für Kurzurlaube und verlängerte Wochenenden, aber natürlich auch für die großen Ferien mit Kind und Kegel.

Unsere persönlichen Top 3 - Reisetipps Mallorca:

1. Lluc Alcari - Wellness für die Haut auf Mallorca

Rund 30km nördlich von Palma gibt es einen wunderbaren Naturstrand,  der - da nur über einen steinigen Trampelpfad zu erreichen - zu den weniger frequentierteren Flecken Mallorcas gehört. Die Wanderung wurde 2011 von Roland Otto für die Mallorca Zeitung relativ ausführlich beschrieben, deswegen spare ich mir hier eine detailliertere Wegbeschreibung. Ich möchte allerdings hinzufügen, dass, obgleich er das Ganze als 'mittelschwere Wanderung' einstuft, der Weg auch in Flip Flops und mit Badetasche bepackt, problemlos und relativ einfach zu meistern ist. Besonders Kinder dürften ihren Spaß daran haben, den Hang runter zu toben.

Das Beste an Lluc Alcari ist allerdings weder der wunderhübsch gelegene Felsenstrand noch das kristallklare Wasser, sondern vielmehr eine im Schlamm verborgene mineralreiche Süßwasserquelle, die dafür sorgt, dass besagtem Schlamm besonders hautfreundliche Qualitäten nachgesagt werden.

De facto ist ein Besuch Lluc Alcaris also kein simpler Strandbesuch, sondern vielmehr die Erlaubnis, sich halbnackt von oben bis unten mit Schlamm zu beschmieren und dann das kristallklare Badewasser zu verunreinigen. Das Zeug muss ja auch wieder runter. Ein Spaß für Jung und Alt!

2. Es Trenc - Karibikfeeling auf Mallorca

Wer jetzt allerdings mehr Bock auf das richtige, originale Strandfeeling hat, so mit Sand und feinkörnig und ohne dollen Fußmarsch, dem sei Es Trenc ans Herz gelegt. Es Trenc liegt ungefähr 50km südlich von Palma bei Ses Covetes und ist beim besten Willen und bei aller Liebe kein Geheimtipp. Das ändert allerdings überhaupt nichts daran, dass es sich um einen großartigen Strand handelt. Puderfeiner fast weißer Sand, ein sehr flacher Einstieg ins Meer, türkisblaue See - zum Karibikfeeling fehlen bloß die Palmen, und die sind wirklich verzichtbar.

Natürlich werden in den umliegenden Dörfern diverse Wassersportaktivitäten angeboten. Ich empfehle besonders, einen Jetski-Ausflug zu den vorgelagerten Inselchen zu unternehmen. 

 3. Sa Calobra - das bergige Hinterland Mallorcas

Jetzt geht's wieder ins bergige Hinterland, an die Nordküste Mallorcas. Knapp 60km (Luftlinie bloß halb soviel) nördlich von Palma liegt Sa Calobra. Ein winziges Dörfchen, eingenestelt zwischen Felsen in einer ausgesprochen malerischen Schlucht. Von hier kann man zur Schlucht des Torrent de Pareis wandern, die ziemlich sagenhafte Ausblicke auf das Meer bietet. 

Das Beste an Sa Calobra ist allerdings weder das Dörfchen noch die Schlucht, das Beste ist die Serpentinenstrecke runter ins Tal. 12 Kilometer, 700 Höhenmeter und eine Kurve, die nur 'der Krawattenknoten' genannt wird. Mit Recht. Jeder der halbwegs Spaß am Autofahren hat, wird hier auf seine Kosten kommen. Und wem sonst schon auf leicht hügeligen Allerweltsstraßen schlecht wird, dem rate ich zur Anfahrt per Schiff.

Mallorca auf einen Blick

Hinkommen: Nach Mallorca fliegt ja alles, was zwei Flügel hat und Starterlaubnis kriegt. Großer Vorteil von Touristenmagneten. Großer Vorteil auch für uns, weil es dann ab und an echte Schnäppchenflüge gibt. Immer mal wieder auf Skyscanner gucken, Mallorca lohnt sich auch schon für ein langes Wochenende.

Unterkommen: Kein Mangel an Hotels oder Angeboten auf airbnb. Für jeden Geschmack und jede Preisklasse ist etwas dabei. Wer's eher ruhig mag, sollte vielleicht die Gegend um S'Arenal meiden, aber das ist ja nun auch kein Hinweis, den man noch geben muss, das weiß man ja im Allgemeinen, ne?

Cocktails: Am dekadentesten im Purobeach. Nicht ganz billig, vielleicht auch ein wenig schickimicki, aber das tut der Atmosphäre keinen Abbruch (Beweisfoto direkt hier drüber)