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Walla Walla: Eine ganz besondere Stadt in den USA - Auf ein Weinchen nach Walla Walla


Walla Walla, also. Was nach australischem Hinterland klingt war in den 1860er Jahren tatsächlich die größte Stadt im pazifischen Nordwesten der USA. Die ursprüngliche Siedlung sollte eigentlich ‚Steptoeville‘ heißen, benannt nach dem Offizier, der dem Fort am Fluss Walla Walla vorstand, allerdings brachte der in einem unrühmlichen und verlustreichen Kampf gegen die ortsansässigen Indianer Schande über seinen Namen, weswegen man dann auf „Walla Walla“ zurückgriff. 

Eine andere Theorie die Herkunft des Ortsnamen betreffend, stammt vom amerikanischen Entertainer und Sänger Al Jolson, der der Stadt in den 1920ern einen Besuch abstattete und offensichtlich sehr angetan gewesen sein muss:

„the town so nice they named it twice“.

 

Und tatsächlich ist Walla Walla bekannt für seine landschaftliche Schönheit, die schattigen alleengesäumten Straßen, die große Auswahl an Vintage Shops, Boutiquen, Cafés, Buchläden, Probierstuben und Galerien.
Der Veranstaltungskalender der Stadt ist vollgepackt mit saisonalen Märkten, Open Air-Konzerten, und vielen anderen künstlerisch extravaganten Events. Die Main Street wurde wiederholt als one of the best small town Main Streets in the country bezeichnet und Walla Walla als Ganzes führt regelmäßig Rankings an, wenn es darum geht, die freundlichste Stadt Amerikas zu wählen.

Die Landschaft um Walla Walla herum ist äußerst fruchtbar und vor allem bekannt für die berühmten Walla Walla Sweet Onions. Noch bekannter allerdings ist inzwischen der hervorragende Wein, der hier von über 100 Winzern angebaut wird. Einer von Ihnen ist Charles Smith.

Charles ist ein ganz untypischer Winzer und dabei doch sehr typisch für den Ort, an dem er sich niedergelassen hat. Geboren und aufgewachsen in Kalifornien, packte ihn schon früh das Reisefieber und als er sich in eine schöne Dänin verliebte, nutzte er die Gelegenheit und zog mit ihr nach Dänemark. Neun Jahre verbrachte er dann damit, Rockbands zu managen und deren Konzert-Touren durch ganz Europa zu organisieren. Klar, dass man so ganz schön rumkommt. Und klar auch, dass man unterwegs die Gelegenheit hat, die unterschiedlichsten Leckereien zu probieren. Irgendwann stellte Charles fest, dass gute Weine ihn noch mehr begeisterten als skandinavische Rockbands. 1999 packte er schließlich seine sieben Sachen und zog nach Bainbridge Island, direkt gegenüber von Seattle, um dort einen Weinladen aufzumachen. Da hielt es ihn aber nicht lange, nachdem er bei einem Road Trip durch das Hinterland von Washington in Walla Walla einen jungen französischen Winzer traf, der ihm vorschlug, gemeinsam ein Weingut aufzumachen und eigenen Wein herzustellen. 

Das Besondere an Charles‘ Weinen ist, dass er sich der Art und Weise, wie Wein heute üblicherweise konsumiert wird – nämlich gleicht jetzt und hier und sofort – angepasst hat. Seine Weine muss man nicht erst zwanzig Jahre im Keller ruhen lassen, bis sie was taugen. Man schmeckt gleich jetzt und hier und sofort, wie wunderbar die Trauben an den Hängen Walla Wallas gedeihen. 

Seit 2001 vertreibt er nun seinen Wein unter dem Label ‚Charles Smith Wines‘ und zwar so gut, dass er regelmäßig in einschlägigen Fachmagazinen Erwähnung findet.

 

 

 

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und dringend mal einen von Charles‘ Weinen probieren möchte, macht sich auf den Weg in die South Spokane Lane 35 (zweigt direkt von der Main Street ab, ganz leicht zu finden) und stattet dem Downtown Walla Walla Tasting Room einen Besuch ab. In den Räumlichkeiten einer alten Autowerkstatt gibt’s erstklassige Weine bei großartiger Musik an der man immer noch Charles‘ Leidenschaft für guten skandinavischen Rock erkennen kann.

Walla Wallas Winzer überraschen übrigens oft mit Entertainment, das weit über die handelsübliche Weinprobe hinausgeht. Die Sapolil Cellars bieten live Konzerte, Kinoabende, Open Microphone Shows und Kunstaustellungen. Unbedingt einen Besuch wert!

Natürlich gibt’s auch für die Nicht-Weintrinker in Walla Walla jede Menge zu tun und zu sehen. Rund um die Stadt kann man Golf spielen, durch Maislabyrinthe laufen, Vögel gucken, BMX fahren, Jahrmärkte besuchen, durch den Umatilla National Forest wandern, das historische Frenchtown besichtigen, Tiere gucken im McNary National Wildlife Refuge und sich ganz gediegen in einer Kutsche durch das Walla Walla Valley kutschieren lassen. 


Für den Kunstfreund bietet Walla Walla eine ganze Reihe öffentlich zugänglicher Bilder, Skulpturen und Installationen. Hier kann man die ArtWalla Public Art Walking Tour herunterladen (sehr praktisch für die kleinen Reisebegleiter – die Tourbeschreibung enthält ein Malbuch!).

In Walla Walla gibt's jede Menge sehr guter Restaurants, Bars, Kneipen und Hotels, die man aber natürlich nicht alle auf einmal durchprobieren kann. Deswegen seien hier stellvertretend für all die anderen nur zwei genannt, die Paula besonders empfehlen kann. Gutes Essen gibt's in der Brasserie Four und eines der besten Hotels am Platze ist das Marcus Whitman Hotel.

Walla Walla auf einen Blick:

Beste Reisezeit: Ganzjährig. Es gibt ja auch Freunde des Tiefschnees. Allerdings empfehlen sich natürlich Spätsommer, bzw. Herbst. Walla Walla kann im Sommer sehr heiß werden und im Winter sehr kalt. 

Wie kommt man hin? Man fliegt entweder nach Seattle und fährt mit einem Mietwagen über Yakima und Kennewick nach Walla Walla (dauert knapp 4 Stunden). Oder man fliegt nach Boise /Idaho und fährt von dort über Baker City und Pendleton nach Walla Walla. Dauert genauso lange.
Man kann natürlich auch direkt nach Walla Walla fliegen. Viermal am Tag wird der Walla Walla Regional Airport von Alaska Airlines angeflogen. Dauert eine knappe Stunde.

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