Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Unberührte Inselwelten und uralte Rituale

Unvergessliche Momente auf Sulawesi

Reisevorbereitungen - Auf was gerade bei Fernreisen geachtet werden sollte!


Vor ein paar Monaten traf ich einen alten Freund, der sich gerade darauf vorbereitete in den Senegal zu reisen. Es sollte seine allererste große Tour sein, drei Monate wollte er bleiben, eventuell länger. Er sprudelte vor Begeisterung und konnte es kaum noch abwarten. Ich beglückwünschte ihn zu seiner Reise, denn ich finde die Menschen sollten soviel reisen, wie nur möglich und gerade in seinem Falle, hielt ich das für einen guten Schritt, der Zuspruch verdiente. Ich fragte, ob sich denn schon informiert hätte, wo es was zu sehen gibt, worauf er meinte, nein, er zöge es vor, Land und Leuten völlig unvoreingenommen zu begegnen, weshalb er sich auch keinen Reiseführer gekauft hätte, sondern einfach drauflos ziehen wollte.

Gut, das muss ja jeder selbst entscheiden, Länder lassen sich auf unterschiedlichstem Wege bereisen, der eine bevorzugt Überlandfahrten im Klapperbus, der andere betreibt exzessives Couchsurfing und wieder andere sind nur in Gruppen unterwegs – alles völlig legitim.

Als ich ihn jedoch fragte, ob er denn schon alle Impfungen beisammen hätte, guckte er irritiert. Impfungen? Braucht man die da denn?

Flugzeugflügel über der Erde

Reisevorbereitungen nicht auf die leichte Schulter nehmen - gerade bei Fernreisen!

Ja, braucht man. Und das ist wirklich die Grenze die man bei aller Abneigung gegen vorgefertigte Meinungen und über-touristische Routenplanung ziehen sollte: die eigene Sicherheit sollte stets gewährleistet sein.

Ich finde ja, das es tatsächlich nicht nötig ist, das Reiseziel bis ins kleinste Detail durchrecherchiert zu haben, aber eine gewisse Übersicht kann sicher nicht schaden.

Zu den wichtigsten Punkten, die ich immer versuche, vorher abzuklären, gehören die folgenden:

Welche Stadtviertel sind sicher, welcher eher nicht.

Manchmal ändert sich das abhängig von der Tageszeit: Viertel, die tagsüber kein Problem sind, werden nachts zum Risikofaktor. Gutes Beispiel hierfür: die Copacabana.

Flugzeug am Flughafen

Kann ich mich zu Fuß bewegen, oder nehme ich Taxis – oder gerade die nicht?

In vielen Städten Lateinamerikas zum Beispiel, ist es sicherer, abends im Taxi unterwegs zu sein, als einfach so durch die Stadt zu stromern. Kommt natürlich auch wieder drauf an, wo man gerade ist, aber in den Millionen- und oder Hauptstädten kann man getrost davon ausgehen, dass es nachts zu Fuß (für Gringos zu mindestens) nicht sicher ist. Da ist Vorsicht einfach besser als Nachsicht.

Notwendige Impfungen und Co. sollten im Vorfeld immer abgeklärt werden

 

Welche Impfungen sind dringend erforderlich und auch sinnvoll? Brauche ich Malaria-Prophylaxe?

Oft werden mehr Impfungen empfohlen, als zwingend nötig sind. Die Behörden wollen eben auf Nummer sicher gehen.
Das heißt nicht, dass man einfach weglassen kann, worauf man keine Lust hat, sondern eher, dass man sein Risiko abwägen muss: brauche ich eine Tollwut-Impfung, wenn ich lediglich plane, zwei Wochen im Luxus-Ressort an der ecuadorianischen Küste am Pool zu liegen? Wahrscheinlich eher nicht. Wandere ich wochenlang durch den peruanischen Dschungel? Dann vielleicht eher schon.

Eine Zeitlang war bei der Einreise nach Ecuador vorgeschrieben, dass man Masern-Mumps-Röteln-Impfungen nachweisen muss. Kontrolliert wurde das nicht, aber natürlich ist es besser geimpft zu sein. Klingt alles nach harmlosen Kinderkrankheiten, kann aber richtig gefährlich werden – für einen selbst und natürlich auch für ungeimpfte Einheimische.

Mit der Malaria-Prophylaxe ist das auch so eine Sache: nimmt man ein Präparat, dass einem einmal die Woche einen funky friday beschert (klingt lustiger als es ist) oder nimmt man Medikamente für den Ernstfall mit und schluckt nichts präventiv?

Am besten bespricht man das mit seinem Hausarzt und lässt sich ausführlich über das Für und Wider aufklären. Auch berät das Gesundheitsamt oder in der Nähe ansässige Tropenmediziner.

Wie sieht die politische Situation aus – Krisengebiet oder eher nicht? Stehen zufällig gerade Wahlen an und wenn ja, von welchen größeren Plätzen sollte man sich währenddessen eher fernhalten?

Vielleicht klingt das eher weit hergeholt, aber immer wieder geraden Touristen unter die Räder lokalen Aufruhrs – es ist also durchaus sinnvoll, vor Reisebeginn ein wenig zu googlen, um rauszukriegen, wie es um die Stimmung im Lande gerade steht. Das hat man ja mitunter nicht automatisch auf dem Schirm, wenn es um Destinationen wie Belize, Kambodscha oder die Philippinen geht, oder? Dann ist es auch immer gut zu wissen, welches die Hauptversammlungsplätze sind – damit man die im Falle eines Falles eher meiden kann. 

Gut ist auch, zu wissen, wie die Einheimischen damit umgehen, wenn Touristen politische Diskussionen vom Zaun brechen. Das kann oft nach hinten losgehen und sollte in unbekannter Runde eher vermieden werden.

Blick auf das Rollfeld am Flughafen

Spreche ich die Landessprache oder kann ich mich zumindest halbwegs souverän verständigen?

Ich reise ja total ungern in Länder, deren Landessprache ich nicht spreche. Deswegen war ich auch bis heute noch nicht im asiatischen Raum unterwegs. Ja, ich weiß, vermutlich ein Fehler, aber Sprache ist für mich einfach wahnsinnig wichtig.

Dankenswerterweise spricht die halbe Welt Englisch und die andere Hälfte irgendwas Romanisches – damit kommt man schon ziemlich weit.

Aber selbst, wenn ich zufällig durch Gegenden reise, in denen ich mich weniger flüssig artikulieren kann, versuche ich mindestens die wichtigsten Begriffe in der Landessprache parat zu haben: ‚Arzt’, ‚Notfall’, ‚Hilfe’, z.B., neben den Klassikern 'Hallo' ‚Bitte’, ‚Danke’ und 'Bier'.

Jedes Land tickt anders und brauche ich ein Visum?

 

Welche länderspezifischen Besonderheiten gilt es, zu beachten?

In Mittelamerika zum Beispiel, treiben die Maras ihr Unwesen. Gegen die hilft weder Impfung noch Taxi, wenn man denen über den Weg läuft, hat man einfach Pech gehabt. Man kann jedoch versuchen, sich aus deren Hochburgen fernzuhalten, oder bestimmte Busrouten zu meiden. Die Einheimischen wissen meist ganz gut, wo es sicher ist und wo nicht. Auch ist es ratsam, Freunde oder Bekannte zu befragen, die vielleicht schon mal durch die Gegend gereist sind.

Maras gehören zu der Sorte Mensch, die es für eine gute Idee halten, Reisebusse zu stürmen und erst mal alle Passagiere niederzumähen. Selten sind tatsächlich Touristen unter den Opfern, aber vorkommen kann das schon.

Natürlich sollte das niemanden davon abhalten, durch El Salvador oder Honduras zu reisen – die Länder sind beide wunderschön und verdienen es nicht, von der Bucket List gestrichen zu werden. Man muss nur eben ein wenig aufmerksamer und vorsichtiger reisen als zum Beispiel in Andalusien.

Flughafen außen bei Nacht

Was muss ich unbedingt einpacken?

Die Frage zielt in 95% der Fälle auf Moskitoschutzbedarf ab. Sollte die Quellenlage ein erhöhtes Moskitoaufkommen auch nur andeuten, landen bei mir immer ein Moskitonetz und ein potentes Abwehrspray im Rucksack. Immer. Ohne Ausnahmen. Und zwar nicht nur, um Malaria vorzubeugen, sondern auch, weil Mückenstiche oft noch über Wochen nerven können und so das Reisen mitunter zur Qual machen.
  
Abhängig davon, was man vorhat, können natürlich noch andere Dinge auf dieser Liste landen: Stabiles Schuhwerk, Badesachen, Vorhängeschloss, Adapter, etc. Hängt alles von den individuellen Plänen und vom Reiseziel ab.

Brauche ich ein Visum, wo bekomme ich es und wie verlängere ich es, wenn ich doch länger bleiben möchte?

Das ist meistens ganz einfach rauszukriegen und meistens kriegt man (als EU-Bürger zumindest) relativ leicht ein Visum. Mit dem verlängern ist das so eine Sache – da hängt es ganz davon ab, wo ich mich gerade befinde. In Lateinamerika kann man oft einfach über die Grenze und wieder zurück und schwupps schon hat man wieder drei Monate mehr. Andere Länder handhaben das wesentlich strikter.

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