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Sumatra erleben Teil II - Auf Pulau Samosir im Lake Toba


Weiter geht‘s, denn Stephan und Edith’s Abenteuer durch Nord-Sumatra ist noch lange nicht vorbei: aber was genau eine Leich mit ihrer Reise zu tun hat und was alles so interessant und beeindruckend an der Kultur dieses wunderbaren Ortes ist, erfahrt ihr hier und jetzt!

Die Reise geht weiter. Nachdem wir uns auf eine Spurensuche der Orang-Utans im Leuser Nationalpark begeben haben und hier wahrlich Großartiges erleben durften, führt unser Weg weiter in den Südosten Sumatras. Obwohl wir für eine Strecke von nicht einmal 250 km fast einen ganzen Tag im Minibus verbringen, entschädigt das letzte Drittel des Weges durch ein beeindruckendes Bergpanorama. Der Ausblick über den Lake Toba und seine imposante Kulisse lässt unsere Herzen höherschlagen. Hier lohnt es Tage (fast) wie am Meer zu verbringen und mit dem Roller die Kultur der Batak in einer grandiosen Landschaft grüner Wälder und Berge zu entdecken.

Düsseldorf mal acht - Der Lake Toba auf Sumatra

Es ist ein klarer, heißer Nachmittag. Dicht bewaldete Bergrücken spiegeln sich auf der ruhigen Oberfläche des Sees, die Sonnenstrahlen glitzern wie Sterne auf ihr.

Das Panorama, das sich uns bietet, macht Lust auf mehr. Mehr Meer. Vor uns liegt der größte vulkanische See der Welt. 87 km Länge und 27 km Breite misst der Lake Toba auf der Insel Sumatra. Mit 1776,5 km2 entspricht er damit einer Gesamtfläche, die mehr als achtmal so groß ist, wie Düsseldorf.

Ferien auf Pulau Samosir im Lake Toba

Landschaftlich wie kulturell reizvoll ist das Hauptreiseziel des Lake Tobas, die Insel Samosir. Vom Küstenort Parapat gelangen wir mit der Fähre in einer knappen Stunde nach Tuktuk, dem Haupttort der Insel. Das kleine Städtchen erstreckt sich weit entlang des Seeufers.

Von einheimischen wie ausländischen Touristen gerne besucht, bietet Tuktuk eine große Auswahl an Unterkünften und Restaurants, oftmals mit wunderbaren Ausblicken auf den See. Und so kommt bei uns nicht selten das Gefühl auf, Ferien am Meer zu machen.

Eine Rollertour macht´s möglich

Um die grandiose Landschaft und die kulturellen Besonderheiten der Insel zu entdecken, gilt es, einen Roller zu mieten. Frei und unabhängig unternehmen wir verschiedene Touren über das Eiland. Der flachere Norden der Pulau Samosir bietet diverse Sehenswürdigkeiten, die man besuchen kann.

Wir aber konzentrieren uns lieber auf die Umgebung und umrunden die Insel vom bergigen, eher weniger touristischen Süden aus. Tief grüne, waldbedeckte Berge prägen hier die imposante Kulisse der hügeligen Küstenstraße. Weiter gen Norden finden wir uns hingegen in der flachen Weite frisch bepflanzter Reisfelder wieder.

Die Batak auf Pulau Samosir

Unser Weg ist gesäumt von mächtigen, schiffsförmigen, mit Schnitzereien verzierten Holzbauten. Die traditionellen Häuser der Batak prägen die Architektur der Pulau Samosir deutlich. Die indigene Volksgruppe ist vermutlich schon vor mehr als 2000 Jahren aus den nördlicheren asiatischen Gebieten hierhergezogen.

Von den Niederländern kolonialisiert und missioniert sind die meisten der Batak heute zwar Christen, was die Vielzahl kleinerer und größerer Kirchen in der Umgebung erklärt. Doch bis in die Gegenwart beeinflusst der traditionelle Glaube der Batak das religiöse Leben der Menschen maßgeblich.

Und plötzlich mittendrin - Eine besondere Feierlichkeit

Unsere Entdeckungstour auf dem Roller führt uns durch ein kleines Dorf, dessen Straße von Motorrädern und einer riesigen Menschenansammlung überfüllt ist. Laute, fröhliche Musik untermalt das Stimmengewirr und die lachendenden Gesichter der Leute. Wir sind neugierig geworden und halten an.

Bevor wir uns aber umschauen können, sitzen wir bereits mit Reis und frisch gegrilltem Büffelfleisch in der Hand auf einer Bodenplane und essen mit den Einheimischen. Wo wir uns befinden, wird uns erst bewusst, als wir uns durch die Menge wühlen.

Befremdlich, aber befreiend fröhlich

Der offene Sarg präsentiert uns die Hauptperson dieser Feierlichkeit. Eine ältere Dame. Ein bisschen Glück braucht der Mensch. Was vielleicht makaber klingt, ist für uns eine absolute Bereicherung.

Herzlich von den Angehörigen empfangen, empfinden wir unser Gastsein auf dieser Feierlichkeit keinesfalls als störend. Und auch die Zeremonie als solche wirkt auf uns nicht etwa wie eine Trauerfeierlichkeit in Deutschland. Im Gegenteil.

Zwar fließen auch hier ein paar wenige Tränen, doch Tanz und Gesang und die Fröhlichkeit der Menschen zeugen von einem tiefen Glauben in etwas, was nach dem Tod auf die Verstorbenen wartet.

Zu guter Letzt ...

Sumatra hat mit Sicherheit viel mehr zu bieten, als diese beiden Spots. Doch wer nur einen Urlaub zur Verfügung hat, dem möchten wir auch an dieser Stelle mal wieder ans Herz legen, sich lieber zu beschränken und Prioritäten zu setzen. Die Entfernungen auf der Insel Sumatra sind nicht zu unterschätzen. Und auch private Transporte sind nicht schneller, als die Straßen es zulassen. Die Ziele in der Region zwischen Sumatras Hauptstadt Medan, Bukit Lawang und dem Lake Toba können durch einen Besuch des Ortes Berastagi und einer Wanderung auf den Gunung Sibayak ergänzt werden. In jedem Fall ist Sumatra eine Reise wert. Je ausgiebiger diese riesige Insel entdeckt werden kann, je weiter abseits vom Touristenpfad man wandelt, da sind wir uns sicher, desto spannender wird es …

Ihr wollt noch näher an Stephan und Edith dran sein?

Reist mit Ihnen "Smart down under" auf ihrem Blog! Viel Spaß!

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