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Sumatra erleben Teil I - Ein Dschungel-Trek zu den Orang-Utans


Ein weiterer Punkt der auf Stephans und Ediths Bucket-List abgehakt werden kann, eine weitere Geschichte von der Sie berichten und damit ein weiteres Abenteuer an dem die Zwei uns und euch teilhaben lassen wollen und dem wir mit voller Begeisterung „lauschen“. Denn wer kann schon von sich selbst behaupten „Ja stimmt, ich habe im Dschungel übernachtet und stand keine zwei Meter von einem Orang-Utan entfernt.“ Und das nicht in irgendeinem Zoo getrennt von Gitterstäben oder dickem Glas, sondern im Leuser Nationalpark auf der indonesischen Insel Sumatra. Somit im natürlichen Lebensumfeld dieser faszinierenden Tiere die uns selbst so sehr ähneln. Wir sind auf jeden Fall von Stephan und Ediths Erzählungen und definitiv von ihren Bildern mehr als beeindruckt und können es kaum abwarten auch einmal dorthin zu reisen!

Sumatra erleben

Tropische Regenwälder, aktive Vulkane, wunderschöne Landschaften und eine Vielfalt seltener Tierarten locken zu einer Reise in den äußersten Westen des indonesischen Archipels. Trotz massiver Abholzungen zeichnet eine weite, grüne Dschungellandschaft bis heute Teile der sechstgrößten Insel der Welt aus. Quer vom Äquator durchlaufen, lädt die Insel Sumatra zu einer Entdeckungsreise in grandiose Natur und dem Besuch seltener Arten gespickt mit kulturellen Highlights ein. Unser Weg führt uns nach Nord-Sumatra. Von unserer Spurensuche tief in den Wäldern des Gunung Leuser Nationalparks, die uns auf wenige Schritte zu den Orang-Utans führt, möchten wir im ersten Teil unseres Sumatra- Berichtes erzählen. Von Tagen, die sich (fast) wie am Meer anfühlen und in denen wir das Reich der Batak rund um den Lake Toba entdecken, werden wir im zweiten Teil unseres Sumatra- Artikel berichten.

Bukit Lawang - Die Basis für den Dschungel-Trek

Ein klarer Gebirgsfluss trennt das kleine Örtchen Bukit Lawang, dass in einem Tal aus schroffen Felsen und dicht bewachsenem Dschungel vor uns liegt. Oberhalb der Uferwand auf der Seite des Ortskerns reihen sich Souvenirstände und Restaurants dicht an dicht, bevor in den Hängen mehrere Unterkünfte erscheinen. 

Jenseits der schwingenden Brückenkonstruktionen über den Bohorok, stoßen wir jedoch auf eine weite Wiesenlandschaft und ruhiger gelegene Gästehäuser und Restaurants. Hier können wir verweilen. Der Schritt zu einem Bad im oder einem Feierabendbier am Ufer des Bohorok ist nicht weit. Doch Bukit Lawang ist nur der erste Stopp auf unserem Weg zum eigentlichen Ziel dieser Reise. Den Bewohnern des Gunung Leuser Nationalparks.

Fast schon ausgestorbene Spezies im Leuser Nationalpark

Zahlreiche Vogelarten, Amphibien und Säugetiere haben hier ihr Zuhause. Diverse Affenarten und die stark gefährdeten Sumatra-Elefanten und -Nashörner bewohnen das etwa 9000 Quadratkilometer große Schutzgebiet des Gunung Leuser Nationalparks.

Sogar der fast ausgestorbene Sumatra-Tiger soll hier schon mit viel Glück gesichtet worden sein. Der Grund aber, weshalb es so viele Menschen (und natürlich auch uns) hierherzieht, ist ein Besuch der eigenen Verwandtschaft.

Zu Besuch bei der eigenen Verwandtschaft - Ein Treffen mit den Orang-Utans

Die Ähnlichkeit ist überwältigend. Ein Schauer läuft uns über den Rücken. Folgen wir der Mimik in ihren Gesichtern, scheint es, als würden wir gerade in den Spiegel schauen. Neugierige, traurige und manchmal einfach nur von uns gelangweilte, aber sehr zufriedene Augenpaare starren uns an. Und selbst die behäbigen Gesten erinnern an unsere eigenen, kleinen und typisch, menschlichen Bewegungen. Und Menschen sind sie quasi auch. Denn so lautet bis heute ihr Name. Orang-Utan. Mensch des Waldes.

Einzig die langsamen und gemütlichen, dabei aber sehr präzisen Fortbewegungen von Ast zu Ast, zählen nicht gerade zu den Talenten unserer Art. Die Begegnung mit den Orang-Utans ist überwältigend. Wir kommen den einzelnen Tieren bis auf wenige Meter nah. Unser Adrenalinspiegel schießt immer dann kurzzeitig in die Höhe, wenn ein Affe nur das Anzeichen macht, sich noch näher auf uns zuzubewegen. Und das geschieht nicht selten. Obwohl sie in der Regel nicht aggressiv sind, möchte dann doch niemand von der Pranke eines Orang-Utans gepackt werden. Denn die Kraft, die sich hinter den rotbraunen Zotteln verbirgt, ist immens.

Ein Dschungel-Trek auf Sumatra

Um Orang-Utans zu sichten, reicht es schon aus einen Tagesausflug von Bukit Lawang zu unternehmen. Doch wir entscheiden uns zu einem Zweitages-Trek mit Übernachtung im Dschungel.

Der Trek durch die Tiefen des matschigen Gehölzes ist nicht mühelos bewältigt. Doch nur so kommen wir in den Genuss, den Tagesbesuchern zu entfliehen und in einer kleinen Gruppe aus sechs Personen, die Orang-Utans ganz für uns alleine erleben zu können.

Nachts im Urwald von Sumatra

Triefend nass geschwitzt, vollkommen erschöpft, aber sehr zufrieden, erreichen wir am späten Nachmittag unser Nachtlager. Verständlich, dass niemand lange fackelt und in den glasklaren, aber eiskalten Bach direkt neben unseren Zelten, springt.

Ein kühles Bad, ein heißer Tee und ein leckeres Abendessen, runden den Tag im Dschungel ab. Es regnet die ganze Nacht aus Eimern, alles ist klamm. Doch nichts hält uns davon ab, uns süßen Orang-Utan-Träumen hinzugeben.

Ab in die Fluten

Besonders der zweite Wandertag hat es in sich. Der Waldboden ist schlammig und rutschig und es geht steil auf und ab. Ein Spurt, um vor einem Orang-Utan Weibchen zu fliehen, dass uns in Aussicht auf frische Früchte verfolgt, bringt uns nahezu an unsere körperlichen Grenzen.

Ein Segen, als wir zum Abschluss unseres Dschungel-Treks durch die Fluten des Bohorok-Flusses bis fast vor unsere Haustür in Bukit Lawang auf aneinandergereihten LKW-Reifen tuben können. Wir sind schmutzig bis in alle Poren, Dreck sitzt quasi in jeder Körperritze. Doch das Erlebnis, das hinter uns liegt, beeindruckt nachhaltig.

Fortsetzung folgt...

Warum wir uns plötzlich bei einer Leiche wiederfinden und warum Sumatra auch kulturell interessant ist, erzählen wir beim nächsten Mal. Denn unsere Reise in Nord-Sumatra ist noch nicht zu Ende.

Ihr wollt noch näher an Stephan und Edith dran sein?

Reist mit Ihnen "Smart down under" auf ihrem Blog! Viel Spaß!

 

 

 

 

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