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Der Westen von Kanada - British Columbia und Alberta


Kanada ist immer eine Reise wert. Wer es im flächenmäßig größten Land von Nordamerika idyllisch haben und bei Wanderungen viel Natur erleben möchte, dem seien ganz besonders die Provinzen British Columbia und Albertara im Westen von Kanada ans Herz gelegt.

Unser Parkvogel-Freund Torsten war in Begleitung eben dort unterwegs und bringt uns seine Eindrücke näher. Viel Spaß dabei.

1. Station: Vancouver Island

Vancouver Island ist die größte nordamerikanische Pazifikinsel und liegt im Südwesten der kanadischen Provinz British Columbia, BC.

Mit der Fähre ging es von Seattle rüber nach Victoria auf Vancouver Island, einer lebendigen Stadt mit vielen spannenden Hausbooten. Dieses war einschließlich Flug und Mietwagen um Einiges günstiger als einen Direktflug nach Vancouver zu buchen. Diese Hausboote sind im Übrigen auch als Unterkunft zu mieten. Wer daran interessiert ist sollte durchaus ein wenig Kleingeld mitbringen. Aber was gibt es Schöneres, als jeden Morgen mit Blick aufs Wasser zu frühstücken?

Hausboot Vancouver Island

Da wir von einer Menge Wasser umgeben waren, gibt es hier auch eine ganz besondere Taxiart. Hier fährt nämlich das H2O-Taxi.

Wassertaxi Vancouver Island

2. Station: Vancouver

Weiter ging es nach Vancouver. Die Stadt liegt in der Provinz British Columbia und wird zu Recht als vielseitig und eine der lebenswertesten Städte der Welt beschrieben. Dieses liegt nicht zuletzt an der Lage der Stadt. Malerisch gelegen am Salish Sea zur Linken - auch die Straße von Georgia genannt -, den südlichen Ausläufern des Garibaldi Provincial Parks im Nordwesten und dem North-Cascades-Nationalpark im Südwesten. Hier gibt es wirklich viel zu erleben und zu sehen.

Wir erwischten zwei typische Vancouver-Tage: Immer etwas bedeckt, aber trotzdem äußerst lebens- und liebenswert. Und wir kommen ganz sicher noch einmal wieder, denn es soll auch Sonnentage geben.

Skyline Vancouver
Am Hafen von Vancouver
Strand in Vancouver

Ein perfekter Ort zum Frühstücken in Vancouver ist das schrill und bunt eingerichtet Sophie's Cosmic Café. Es gibt dieses herrliche Café schon seit 1988 und erinnert an ein typisches Dinner. Zu finden ist es auf der belebten 4th Ave im Stadtteil Kitsilano.

Frühstück und Mittagessen setzen sich aus reichhaltigen Menüs zusammen. Wer hier nicht satt wird ist selbst schuld. Unser Tipp: Die Eggs Mexicana sind ein Gedicht, aber eigentlich macht man mit keinem Gericht etwas falsch. Alle Speisen werden übrigens mit lokalen Zutaten und Eiern aus British Columbia zubereitet.

Sophie‘s Cosmic Café

Eine besondere Sehenswürdigkeit in Vancouver sind die 14 Bronzeskulpturen A-maze-ing Laughter des Künstlers Yue Minjun am Morton Park an der English Bay. Diese ließen uns den Tag mit Regen und grauem Himmel ein weing heller erscheinen.

Lachende Skulpturen „A-maze-ing Laughter“ an der English Bay in Vancouver

Zwischenstation: Clearwater

Eine weitere Station auf unserer Tour war das Örtchen Clearwater mit nur 4.000 Einwohnern, das südlich vom Wells Gray Provincial Park ebenfalls in Britisch Columbia liegt.

Helmcken Falls, Wells Gray National Park

Hier gibt es eine Vielzahl von atemberaubenden Wanderungen zu verschiedenen Wasserfällen wie z. B. den Helmcken Falls. Diese befinden sich in 141m Höhe. Rauschendes Wasser, tolle Landschaften und so frische Luft zum Atmen, dass man gar nicht aufhören möchte: Tief einatmen, ausatmen und wieder tief einatmen, ausatmen und so weiter.

Auf dem Weg nach Jasper in die Rocky Mountains

3. Station: Jasper Nationalpark

Der Jasper Nationalpark ist der größte Nationalpark der kanadischen Rocky Mountains. Der spiegelglatte Medicine Lake befindet sich auf gut 1.400 Hm, ist gut 7km lang und wunderschön.

Medicine Lake im Jasper Nationalpark

Ein weiterer, von Gletschern gespeister See, ist der Maligne Lake, welcher gut 50km südlich von Jasper entfernt liegt. Dort gibt es viele Wanderungen in sämtlichen Schwierigkeitsstufen und Längen, die allesamt wunderschön sind.

Malagin Lake

Mit etwas Glück kann man Elche oder auch Schwarzbären sehen. Dieses dann aber gerne aus sicherer Entfernung aus dem Auto, denn viel näher mag man ihnen auch nicht kommen.

Ein Elch im Jasper Nationalpark

4. Station: Icefields Parkway

Der Icefields Parkway – ein Teilstück des Highway 93 – verbindet die beiden Nationalparks Banff und Jasper und. Er hat mit einer Länge von 230 km und führt durch die beeindruckende und wunderschöne Landschaft der Rocky Mountains. Man kann quasi alle paar Meter anhalten, um wieder ein noch besseres Foto zu machen, als das, was man eben erst vor zwei Minuten gemacht hat. Einfach atemberaubend schön.

Auf dem Weg zum Icefields Parkway

Direkt am Icefields Parkway liegt der Athabasca-Glacier, einer der sechs Gletscherzungen des Columbia Icefields aus der letzten Eiszeit. Der Gletscher ist mittlerweile nur noch gut 6km lang und ca. 1km breit. Durch die Erderwärmung zieht sich die Gletscherzunge leider stetig und bedenklich zurück. Das Betreten des Gletschers ist nur mit einem Guide möglich, da die Felsen und Gletscherspalten unberechenbar und äußerst gefährlich sind.

Athabasca-Glacier
Vom Gletscher keine Spur - bis hierhin ragte der Gletscher noch im Jahr 1982

5. Station: Banff Nationalpark

Der Banff-Nationalpark liegt in der Provinz Alberta und ist der älteste Nationalpark in Kanada. Banff liegt an der Grenze zur Stadt Calgary, in der 1988 die olympischen Winterspiele ausgetragen wurden.

Der wunderschöne türkisfarbene Lake Louise liegt an den beiden Nationalparks Kootenay und Yoho. An dem See befindet sich das aus dem Jahr 1890 erbaute Château Lake Louise, welches mittlerweile als Hotel dient. Am Lake Louise gibt es für jeden Geschmack und Schwierigkeiten verschiedene Wanderrouten mit tollen Ausblicken über den See und die umliegenden Berge.

Lake Louise
Auf dem Weg nach Calgary

6. Station: Calgary

Calgary ist mit ca. 1,1 Mio. Einwohnern die größte Stadt in der Provinz Alberta und damit die viertgrößte in ganz Kanada. Sie liegt im Süden der Provinz an der Mündung des Elbow River in den Bow River. Die Stadt und deren Bewohner sind sehr weltoffen und tolerant, was man an vielen Ecken und in unzähligen Situationen feststellen konnte.

 

Hier hatten wir eine tolle Unterkunft ein paar Kilometer außerhalb von Calgary City in einem Neubaugebiet. Auf unsere Nachfrage hin, ob wir denn einen Schlüssel haben könnten, hieß es, dass die Häuser nicht abgeschlossen werden, da viel zu kompliziert und aufwendig wäre. So könnte auch die Putzfrau immer problemlos in das Haus. Undenkbar in Deutschland, aber hier ist uns dies öfter untergekommen. That's Canada.

Calgary Tower
Calgary, The Bow 1
Calgary City
Skyline Calgary

Als absoluter Sportfan von fast allen Sportarten, musste ich auf jeden Fall zur alten Olympiaschanze in der Alberta Ski Jump Area, die sich im Canada Olympic Park befindet. Dort sind Helden wie Matti Nykänen, Jens Weißflog, Primož Ulaga, Pavel Ploc oder Eddie „the Eagle“ Edwards durch die Lüfte geflogen.

Olympiaschanze in den Canada Olympic Park

Leider musste ich enttäuscht feststellen, dass hier seit 1988 nicht wirklich etwas passiert ist. Es gibt zwar einen Adventure Park mit Mountain Bike Area und eine Sommerrodelbahn, aber das erhoffte olympische Flair war leider an keiner Ecke zu spüren. Es soll sich zwar in nächster Zeit etwas ändern, aber so war es für mich als Olympiafan leider eine Enttäuschung.

 

Mein Sport-Highlight habe ich aber trotzdem noch bekommen. Wir besuchten das University Football Spiel der UBC Thunderbirds (rote Trikots) gegen die heimischen UofC Dinos (in Gelb) im McMahon Stadium, welches bei bestem Wetter mit über 7.500 Zuschauern wirklich gut besucht war.

University Football Spiel Calgary

Es gab Dosenbier gegen Vorlage des Ausweises, Hotdogs zum selbster belegen und einen 35:8 Heimsieg für die Dinos. Supportet wurden sie durch die typischen Cheerleader. Und es gab im Stadion eine großen Video-Wall, von der der eine oder andere Fußball-Bundesligaverein in Deutschland nur träumen kann.

Vidio-Wall McMahon Stadium Calgary

Wie auf dem Hinweg ging es über Seattle wieder zurück in die Heimat, wir kommen auf jeden Fall wieder, wir sind verliebt.

Marple Leaf-Stempel
Marple Leaf-Pin

Wer nun auch Lust bekommen hat den Osten Kanadas zu erkunden, für den noch ein kleiner Hinweis:

Dieses Jahr, also 2017, feiert Kanada seinen 150. Geburtstag. Deswegen ist der Eintritt in vielen Nationalparks frei und es wird sicherlich die eine oder andere besondere Attraktion und tolle Events geben.

Aber auch ohne diesen Geburtstag ist Kanada immer eine Reise wert. Die Menschen sind sehr freundlich, hilfsbereit, weltoffen, tolerant und sympathisch. Fahrt hin! Vielleicht sehen wir uns ja.

 

 

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