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Zu Besuch im Te Papa - Ein ganz besonderes Museum in Wellington, Neuseeland!


Eingang zum Te Papa in Wellington

Neuseelands Nationalmuseum Te Papa steht in Wellington, direkt am Wasser, auf einem Flecken Land, der bis vor knapp 150 Jahren noch gar kein Land war. Und irgendwie ist es ganz passend, dass ein Museum, das sich der Aufgabe widmet, Neuseelands geologische Besonderheiten auszustellen und zu erforschen, ausgerechnet an einem Platz erbaut wurde, der nur durch ein Erdbeben überhaupt erst geschaffen wurde.

Während des Wairarapa-Erdbebens von 1855 hob sich der Boden um mehrere Meter und schuf damit das, was wir heute als Wellingtons Innenstadt kennen. Aus der Basin Reserve, einer Art kreisrundem Teich mitten in der Stadt wurde ein Cricket-Feld, die Promenade verlagerte sich um Dutzende Meter und Wellington hatte plötzlich eine ganze Menge mehr ebene Fläche als jemals zu vor. 

Die Besiedlung von Wellington im Te Papa

Schild im Museum Te Papa

Das war natürlich auch praktisch, denn schon als die Briten überlegten, wo sie denn nun siedeln sollten, fanden sie das Gebiet, in dem Wellington heute liegt, entschieden zu hügelig. Alternativen gab es aber nicht wirklich, weil die nächstgelegene Ebene im Hutt Valley in regelmäßigen Abständen überflutet wurde. Nicht unbedingt zu empfehlen, wenn man eine Metropole gründen möchte.

Man entschied sich also zähneknirschend für die hügelige Alternativ-Location und arrangierte sich mit dem Platz, den man nun einmal hatte.

Das Te Papa zeigt die geografischen Gegebenheiten Neuseelands

Geographische Karte Neuseelands mit Informationen über Erdbeben

Nach dem Wairarapa-Erdbeben gab es von heute auf morgen plötzlich jede Menge verwertbaren Baugrund. Und den hat man genutzt! Heute ist der relativ ebene Teil der Innenstadt dicht besiedelt.
Das große Erdbeben von 1855 hat allerdings auch aufgezeigt, womit in dieser Region der Welt permanent zu rechnen ist: Bodenbewegungen, die stark genug sind, das Bild einer Stadt komplett zu verändern. 

Ein ganzes Stockwerk im Zeichen der ständigen Gefahr: Erdbeben

Erdbebenaufklärung an der Wand im Museum

Die Erdbebenaufklärung ist daher etwas, was Neuseeländer sehr, sehr ernst nehmen.

Das Nationalmuseum widmet der besonderen Lage des Landes ein ganzes Stockwerk und schafft es, das Thema Plattentektonik überaus anschaulich und interaktiv zu erläutern. 

bildliche Veranschaulichung von Erdbebenrankings

Da kann man in einer nachgebauten Hütte live erleben, wie sich so ein Erdbeben anfühlt, oder an verschiedenen Hebeln drehen und die Erdplatten selbst ineinander verkeilen. 

Schautafel zeigt ganz Neuseeland ist Erdbebenregion

Schautafeln illustrieren die unterschiedlichen Stärkegrade der Beben und die daraus resultierende Zerstörungskraft. Modelle erklären, wie Verwerfungen aussehen und in welche Richtungen sich die Erdplatten bewegen können.

Vor allem für Touristen aus weniger erdbebenanfälligen Gegenden ist das eine ziemlich spannende Sache. 

Was es noch im Te Papa zu sehen gibt

Aber auch, wer sich nicht unbedingt für Naturkatastrophen faszinieren kann, kommt im Te Papa voll auf seine Kosten. Über mehrere Stockwerke erlebt man Neuseeland in seiner Essenz: Tier- und Pflanzenwelt, Einwanderunggeschichte, moderne Kunst und wechselnde Ausstellungen zu so unterschiedlichen Themen wie dem Jubiläum der Schlacht um Gallipoli oder dem 75. Geburtstag der Airline Air New Zealand. 

Langweilen wird man sich hier garantiert nicht!

Öffnungszeiten Te Papa

Ganzjährig (inkl. Feiertage) von 10-18:00 Uhr, Donnestags von 10-20:00 Uhr.

Eintritt frei (für Sonderausstellungen können allerdings Gebühren anfallen)

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